Montag, 10. September 2007

Die erste Woche Uni und ich habe ein neues Lieblingslied!

So, da bin ich wieder. Ich habe heute (Montag) den letzten meiner Linguistikkurse kennen gelernt. Rate mal, wie der Prof heißt (so was habe ich auch noch nicht erlebt)... Beau ist sein Vorname - aber wenigstens gilt hier "nomen est omen". ;-)
Die Kurse erweisen sich alle als arbeitsaufwändig, aber sie machen auch Spaß und erscheinen mir sinnvoll.
Wie sieht also mein Stundenplan aus?
Mo: 9h30-12h30 Lexicologie und Lexicographie
Di: 9h30-12h30 Le francais du Québec
Mi: 9h30-12h30 Traduction: de l'anglais au francais, 14h-17h Phonétique
Do: 11h-12h Atelier Phonétique
Ist das nicht super? Mein Wochenende beginnt am Donnerstag Mittag! (abgesehen von den Hausaufgaben ;-))

Letze Woche waren außerdem zwei Kennenlernveranstaltungen: am Fr'abend vom Wohnheim aus und den gesamten Sa für les étudiants internationaux.
Es war sehr witzig; ich habe in erster Linie Franzosen kennen gelernt, denn hier im Wohnheim gibt es kaum andere Nationalitäten, oder sie waren nicht bei dem Abend und bei den internationalen Studierenden sowieso... ca. 90% der ausländischen Studenten kommen aus Frankreich; dann gibts noch einige Belgier, Mexikaner, Asiaten und am Sa waren wir tatsächlich 6 Deutsche!
Und das alles hat schon Früchte getragen (das Kennenlernen meine ich). Nach unserem Kurs heute bin ich mit Kati einen Kaffee im hiesigen Unicafé trinken gegangen und wer läuft an uns vorbei? Odile, also waren wir schon drei. Und einige Zeit später läuft Jan, ein Niederländer, den ich am Sa getroffen habe, an uns vorbei. Kaum retour am Wohnheim treffe ich wieder Jan und Pierre, Franzose (wie könnte es anders sein?).
Es ist witzig, die Franzosen untereinander, wenn sie sich noch nicht kennen, vergleichen natürlich als erstes ihre Dialekt und aus welcher Ecke Frankreichs sie kommen (gut, ich mache es mit Deutschen ja nicht anders ;-), aber es ist spannend, die französischen Dialekte zu hören).
Am Fr habe ich einen Franzosen mit einem unglaublichen Gespür für Dialekte getroffen; ihm zuzuhören war die Show schlechthin. Vor Lachen lag ich bald unterm Tisch - wäre ein Tisch in der Nähe gewesen... Über ihn habe ich auch den ersten Gaspésien meines Lebens getroffen und mich mit ihm unterhalten. Junge, junge der Dialekt ist wirklich breitestes québécois. Aber mit gutem Willen kommt man doch auf einen grünen Zweig. ;-) (nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht)

Gestern war ich mit Maike und ihrer Freundin unterwegs. Da musste ich doch glatt wieder englisch ausgraben, denn wir haben unterwegs auf dem Mont Royal einen Iren (und wie heißt er??? Sean.) aufgegabelt, der bei Maike im Hostel wohnt. Tja, und damit war's natürlich aus und vorbei mit dem Tag, an dem es mehr oder minder genügt deutsch zu können.

So, und wie bin ich jetzt zu meinem neuen Lieblingslied gekommen? Ich habe es schon letzte Woche bei Odile gehört und am Sa wieder. Tja, und schon war's um mich geschehen. ;-) Damit du weißt, wovon ich rede: "Les étoiles filantes" von den "Cowboys fringants". Die Cowboys fringants sind eine Gruppe aus dem Québec und machen wirklich gute Musik.

Und damit verabschiede ich mich für heute. Bis zum nächsten Mal...

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