Dienstag, 18. März 2008

Ferien und Ottawa

So, dann melde ich mich auch mal wieder. Denn ich bin ja nun in der 5ten Woche Streik und da ich übernächstes Wochenenda ja schon wieder nach Deutschland fliege, bin ich jetzt also in den Ferien und muss die Halbtrimesterklausuren doch nicht schreiben. ;-) Dafür bin ich auch nur noch 12,5 Tage hier. Ich geniesse also die Zeit mit meinen Leuten und Pier-Luc, bevor ich das Land verlassen werde. Gut zu wissen ist immerhin, dass ich noch in diesem Jahr die Möglichkeit haben werde alle wiederzusehen! Es ist schon komisch, nun, da die Abreise so kurz bevor steht, will ich gar nicht mehr weg. Nicht, dass ich Euch alle nicht wiedersehen wollte und nicht schon längst mal wieder ein gutes Stück Kuchen im Café Hahn essen wollte, aber Abschiede sind einfach nicht mein Ding. ;-) Genug davon.
Heute Abend werde ich mit Raph und Odile nochmal eine gute Poutine essen gehen und morgen fahre ich dann zu Pier-Luc aufs Land. ;-) Dort werde ich Ostern mit der Familie verbringen und dann habe ich die ganze nächste Woche, um meinen Kram hier vor Reihe zu bringen und nicht allzuviel zu vergessen. ;-)

Die Bilder stammen aus Ottawa, wo ich vergangenen Samstag mit na, Du siehst ja wem, verbracht habe. Richtig, ich war mit Pier-Luc, Odile und Raph dort. Es war total schön mit allen dreien einen ganzen Tag zu verbringen. Wir haben uns die Nationalgalerie und das Parlament angesehen. Danach waren wir allesamt so erschlagen, dass nur noch an die Heimfahrt zu denken war. Sieht man es dem letzten Bild von mir und Odile an, dass wir völlig fertig sind? Sagen wir mal so, das geistige Niveau von uns vieren erreichte in Summe die 100. ;-) Gut, so schlimm vielleicht auch wieder nicht, aber nur vielleicht. ;-)
Den Sonntag haben wir dann in aller Ruhe genossen: ausschlafen, gemütlich einen Film schauen (ce pays n'est pas pour le vieil homme) und die Seele baumeln lassen.
Ach ja, ich habe neulich mit Pier-Luc das erste Mal einen Film aus dem Québec gesehen - es hält davon meistens nichts, weil das Budget eher niedrig ist. Heute habe ich gesehen, dass der Film (ein Boxfilm) gute Kritiken geerntet hat. Ich muss sagen, ich fand ihn auch gar nicht schlecht. In jedem Fall war es witzig, weil wir ihn zu viert gesehen haben (die üblichen Verdächtigen) und im Kino viel Spass hatten. ;-)
So, ich werde jetzt ein wenig meinen Roman von Orhan Pamuk weiterlesen... mir stehen noch 200 Seiten plus bevor - es macht Spass, ihn zu lesen. ;-) Und dazu gibts einen Tee.
Bis ganz bald und dann gibts mich ja auch schon ab April wieder in bunt und Farbe. ;-)

Samstag, 1. März 2008

Was seitdem geschah...

Coucou! Ja, ich melde mich mal wieder. Ich weiss schon: kaum zu glauben, aber wahr. ;-) So, und was habe ich seitdem erlebt? Tja, da muss ich selbst erstmal ein wenig ueberlegen...

Ich erlebe noch immer den schneereichsten Winter seit zweiundvierzig Jahren! Und mir wurde gesagt, dass wenn es noch weiter schneien wuerde, dann handelt es sich um den schneereichsten Winter seit zweiundvierzig Jahren + x!
Neulich habe ich eine halbe Runde durch den Garten der Familie Simard gedreht. Es war unglaublich: ich bin bis uebers Knie im Schnee versunken, Pier-Luc bis Mitte Oberschenkel. ;-) Es ist wirklich kaum zu glauben, wie viel Schnee hier liegt. Und damit es nicht weniger wird, hat es heute 5 cm Neuschnee gegeben.
Aber es bleibt nicht das ganze Jahr ueber so - behaupten die Einheimischen. ;-) Ab Maerz soll es erheblich waermer werden, um 0 Grad C. Und ab April wird es dann schon fast sommerlich warm mit 5 bis 10 Grad, ja plus, nicht minus. Und Ende April kann man dann auch den Rasen wieder sehen - klingt gut, oder?

Ich habe seit drei Wochen Ferien, oder doch so aehnlich. Das liegt daran, dass die Studentenassoziation der sciences humaines sich gerade mit einem ebensolangen Streik profiliert. ;-) Und das mitten in der Session. Naja, ich hoffe sehr, dass ich ab der naechsten Woche wieder Uni habe. Schliesslich stehen noch Halbtrimesterklausuren und benotete Hausaufgaben an. Ja, und die will ich unbedingt schreiben! ;-) Nein, das nicht, aber ich komme eh nicht drumherum. ;-)

Oh, und dann muss ich gestehen, dass mich das Pokerfieber erwischt hat. Nicht, dass ich jeden Tag spielen wuerde oder auch nur gut waere, aber ich habe angefangen mit Pier-Luc und Raph zu spielen - es ist wirklich witzig.
Und ich kann zwei Filme empfehlen: Juno und le dîner de cons = Dinner fuer Spinner. Ersteres ist eher ernst und sehr gut, letzterer einfach nur franzoesisch und witzig; ' wir haben den Vertrag'!

Am Dienstag war ich mit Pier-Luc bei einem Acapellakonzert von Bobby Mc Ferrin. Der Mann ist einfach nur Klasse! Eine irre Stimme!!! Wenn Du die Gelegenheit hast, nichts wie hin!!!

Naechstes Wochenende geht es nach Québec (die Stadt, nicht die Provinz ;-)) mit Pier-Luc und Raph. Ich freu mich schon sehr darauf! Bis bald...und einen schoenen Fruehlingsanfang!!!

Sonntag, 27. Januar 2008

Robe de chambre, Jericho, Sushi, Beethoven und Schneeschuhe

So, da melde ich mich also hier auch mal wieder etwas ausführlicher....ist ja auch schon wieder ein Weilchen her, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe. Und weil natürlich schon wieder einiges passiert ist, gibt es portionsweises Berichten.

Vorne angefangen also la robe de chambre:
Zwischen den Jahren war ich die gesamte Zeit in Pier-Lucs Familie und natürlich sehr gespannt, wie mein Weihnachten diesmal aussehen würde. Es war dann sehr gemütlich und entspannt. Am 24. sind wir abends mit der gesamten Familie in die Kirche gegangen - dazu musste ich Pier-Luc versprechen am 25. mit ihm und Patrick in den Film "Alien versus Predator" zu gehen. ;-) Ja, da mag nämlich jemand in die Kirche gehen ganz und gar nicht und hat es letzten Endes nur getan, um seiner Freundin einen Gefallen zu tun. Dementsprechend kam dann im Kino sehr weihnachtliches Gefühl auf! Kann man sich gut vorstellen, oder? ;-) Als wir wieder zurück waren, ist dann auch der große kleine Bruder mit Frau eingetrudelt und es wurden in großer Runde die Geschenke ausgepackt und jedesmal Geber und Beschenkter fotografiert. ;-) Und auf dem Weg bin ich zu einer robe de chambre in weiß mit lila Schafen und Blumen gekommen. Die ist dann bald in Kassel zu bewundern. ;-) Außerdem hat sich mein Traummann übertroffen und mich mit einem Badmintonschläger und Konzertkarten überrascht. Er ist wirklich unglaublich! Und dann habe ich noch ganz liebe Post aus Deutschland erhalten. Tausend Dank dafür!!!
Es wurde dann in aller Ruhe geschnackt und gegessen.

Die Zeit bis Neujahr verlief in aller Ruhe mit lesen und schnacken und viel!!! Carcassonne spielen.

Jericho:
Dank dem großen kleinen Bruder meines Traum von einem Manns ist Patrick, der kleine große Bruder zu der ersten Staffel von Jericho, einer Weltende-Katastrophen-Fernsehserie, gekommen. Die haben wir zu dritt an drei Tagen gesehen, darunter auch am 31. Ja, und damit gab es den ersten 31. Dezember für mich ohne Feuerwerk, Sekt und Dinner for one. ;-) Dafür war es sehr gemütlich! Am 1. kamen dann abends wieder der große kleine Bruder, Sébastien, mit Frau Élaine und sogar der Großvater mit Frau und einer der Onkel. Also wurde in großer Runde gegessen und dann hat die Jugend noch einen Jahresüberblick von hiesigen Komikern gesehen. Ich habe sogar bei mehr als der Hälfte der Witze lachen können! und das ganz ohne Erklärung!!! ;-)

Sushi:
Retour in Montréal habe ich mit Pier-Luc das an Weihnachten erhaltene Sushikit mit großem Erfolt ausprobiert! Ich kann nur sagen: es lohnt sich Suhsi selbst zu machen, wenn man sie mag. Denn es geht schnell und leicht. Aber man sollte sie in größerer Runde machen als nur zu zweit. Wir hatten nämlich ausreichend eingekauft für zwei Tage und danach konnten wir etwa die nächsten zwei Wochen kein Sushi mehr riechen! ;-)

Beethoven:
Ja, die Konzertkarten, die mir mein Traum von einem Mann hat zukommen lassen, waren für Beethovens 4. und 8. Symphonie! Und es war einfach nur grandios!!! Ich muss mal sehen, dass wir mal wieder zu der Philharmonie gehen - das macht einfach nur Spaß!

Schneeschuhe:
Ja, mittlerweile hat die Uni wieder angefangen: neues Trimester, neues Glück. ;-) Ich habe vier Kurse, die mir viel Spaß machen und auch mit einiger Arbeit einhergehen, aber so lerne ich endlich doch ein wenig computern und sehe meine tollen Québécois aus dem letzten Trimester wieder!
Na, und dieses Wochenende waren wir wieder im Gemüse und weil gestern grandioses Wetter war, bin ich mit dem Vater, Sébastien und Patrick mit Schneeschuhen losgezogen zu einer kleiner Tour von 2 einhalb Stunden durch den angrenzenden Wald. Und wir haben einen Buntspecht ganz aus der Nähe gesehen!!! Ich bin noch immer begeistert! Um die Schneeschuhe kommst du hier nicht umhin, willst du in den Wald, denn es liegen sicher 40 cm Schnee unter den Füßen und zum Teil ist es wohl auch mehr! Ja, und es war die klassische Variante Schneeschuhe: mit Holzrahmen!

So, und hier verlasse ich Dich auch schon wieder, weil ich Hunger habe und jetzt erstmal essen mache! Guten Appetit!

Freitag, 14. Dezember 2007

Es weihnachtet sehr oder was Antje in den letzten zwei Monaten getan hat... un tour d'horizon

Nachdem ich mich wirklich lange nicht mehr gemeldet habe, gibt's jetzt endlich langerwartete Neuigkeiten... ich verspreche von vorneherein keinen erschoepfenden, aber doch einen ueberblicksartigen Auf-den-neuesten-Stand-bring-Post. Na dann mal los...

Privates:
Das Wichtigste zuerst und das ist auch gleich der Grund, weswegen ich in letzter Zeit nicht geschrieben habe... Der Grund ist 1,90 cm gross, schwerer als ich, witzig, québécois, heisst Pier-Luc und ist - na, wer haette das gedacht? - mein Traummann. Warum habe ich also nicht geschrieben? Na, weil wir viel Zeit zusammen verbracht haben und da blieb sie dann also nicht mehr in ausreichender Menge, um meinen Blog weiterzufuehren. ;-)
Und das Beste ist, dass er sich auch super mit Odile und Raph versteht, so dass wir immer sehr viel Spass haben, gleich in welcher Runde wir zusammensitzen (was sehr oft passiert... ;-))
Das grosse Familie-Kennenlernen habe ich auch schon erfolgreich hinter mich gebracht - puh! Nein, so schlimm war's jetzt auch wieder nicht. . ;-) Sie sind alle sehr sympathisch und ich werde Weihnachten und Sylvester hier bei ihnen verbringen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das wird und verspreche dann auch meinen Blog wieder aufzufrischen. ;-) Die Dekoration steht schon seit Ende November - daran wird's also nicht scheitern.
Immerhin, fuer weisse Weihnachten ist gesorgt: zur Zeit liegen schon so um die 50cm Schnee und diesen So soll's Neuschnee geben. Damit wird es aber zumindest noch nicht ernsthaft kalt. Klar, so um die -18 Grad Celsius haben wir hier schon nachts, aber tagsueber ist es doch auch noch fuer Mitteleuropaeer wie mich auszuhalten.
Ich freue mich schon auf Schlittschuh laufen und auf Wanderungen mit Schneeschuhen! Jetzt habe ich ja erst mal drei Wochen Ferien unter Vernachlaessigung der letzten Klausur, die Mo anstent. ;-) Na, und da werde ich mit Pier-Luc, Odile, Tati und Co natuerlich ein wenig was unternehmen... versteht sich.

Na, und dann hatte ich vor zwei Wochen Besuch aus der Heimat. Papa war fuer ein Wochenende hier und wir konnten in Ruhe miteinander reden, Kaffee trinken, essen, ... Auf dem Weg hat Papa dann auch Odile, Raph und Pier-Luc kennen gelernt und ich mein englisch wieder ausgepackt... da Papa nicht ausreichend franzoesisch spricht, um sich mit einer Belgierin oder einem Québécois entspannt zu unterhalten (zumal letzterer auch wirklich schnell spricht !!!), war englisch lingua franca - fuer keinen von uns Muttersprache und damit die erste Gemeinsamkeit. ;-)
Es war unheimlich schoen, dass Papa da war! Und Glueck mit dem Wetter hat er gehabt, denn er war gerade vor dem zweiten grossen Schneefall wieder im Flugzeug. Kaum war er weg, hat es zwei Tage lang durchgeschneit! Ich sage Dir, ich war sehr froh, um meine dicken Stiefel!!! bei kniehohem Schnee!

Halloween:
Ja, natuerlich, am 31. Oktober war Halloween!!! Und daher gab's einen Halloweenumzug am WE vor dem 31. Und um uns gebuehrend darauf einzustimmen, haben wir den Tag mit einem Weisswurstfruehstueck begonnen. Sprich bei Viola gabs einen deutschen Vormittag ab 11h mit Deutschen, Niederlaendern, Franzosen. Es war sehr witzig und auch kulinarisch nicht zu verachten: die Brezeln waren selbstgemacht (daher ohne Lauge, aber mit umsomehr Muehe - ein grosses Dankeschoen an Michael), die Wuerste gut (wenn auch die Konsistenz etwas ungewohnt), das Bier kann ich nicht beurteilen, weil nicht probiert und der Senf ziemlich suess. Am Abend gings dann den Umzug begucken, der nicht sehr beeindruckend, aber eben ein Halloweenumzug war und danach noch gemuetlich in eine Kneipe.

Musikalisches:
Ich habe ja einen Musiker als Mitbewohner und da habe ich es neulich tatsaechlich geschafft, mit Pier-Luc noch zu einem Konzert zu gehen (das Konzert lag gerade in der Zeit unseres Mathedidaktikkurses, aber weil's der Wiederholungskurs vor der Klausur war, sind wir zur Halbzeit gegangen und zum Konzert geeilt), wo wir Odile getroffen haben und das alles, um Raph im Chor singen zu hoeren. Er hat uns zwar erst am Ende gesehen, aber es war wirklich schoen! Und dann haben sie auch noch ein deutsches und ein oesterreichisches Weihnachtslied gegen Ende gesungen!!! Kommet ihr Hirten und Ihr Kinderlerin kommet. Ich war ja sehr kurz davor mitzusingen. Das letzte Lied war dann auch tatsaechlich zum Misingen gedacht, ein Kanon. Er hatte nur den kleinen Nachteil, dass ihn niemand kannte und die Melodie nicht in zwei Minuten eingaengig war... man kann ja nicht alles haben. ;-)

Was sonst so geschah:
Es gab weitere sehr lustige Crêpesabende und -nachmittage in meiner kleinen WG mit den Hauptakteuren Odile (zustaendig fuer den Ahornsirup), Raph (dessen Pfanne gute Dienste leistet und der spaetestens zum Essen anwesend ist), Pier-Luc (musste auch den ersten Versuch mit seltsamen Mehr erleiden) und Antje, ansonsten wechselnde Belegschaft... Das hat auch einmal den Feueralarm ausgeloest, den ich zum Glueck mit Marie-Ève schnell wieder ausgeschaltet bekommen habe... wir hatten ein echtes, kleines Feuer auf dem Herd - das weckt die Lebensgeister nachts um 11h und wenn dann noch der Alarm losgeht, nachdem das Feuer geloescht, der Rauch aber noch da ist... na, vielen Dank - die Crêpes aber waren sehr gut!
Das letzte Crêpesereignis war am 6. Dezember anlaesslich des Nikolaustages, der hier nicht gefeiert wird, weswegen mich alle Québécois, die ich fragte, komisch angeschaut haben... es war trotzdem gemuetlich und lecker. ;-)

Ich habe mehr oder minder viel Badminton gespielt, mind. einmal pro Woche, zum Teil bis zu viermal. ;-) Bei einem badmintonbegeisterten Mitbewohner ist das ein Leichtes. Gut, in der letzten Zeit habe ich nicht mehr so viel gespielt, da war dann eher fuer die Klausuren lernen angesagt und am WE war ich ja nun haeufig eh nicht in der Stadt, sondern bei Pier-Luc.

Abschliessendes:
Und damit neigt sich mein tour d'horizon seinem Ende und ich darf mich verabschieden. Ich wuensche frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Pass gut auf Dich auf und lass es Dir gut gehen!!!
Gros Bisous!
Ich gehe jetzt schlafen...

Samstag, 20. Oktober 2007

Antje spielt Badminton

Und wenn ich schon mal dabei bin, hier eine Runde Informationen zu veröffentlichen, gibts auch gleich noch das Neueste der letzten Woche.

Die Klausur am Mittwoch erwies sich als mehr als machbar und während ich vor unserem salle auf Tatiana wartete, kam so etwa die Hälfte meines Kurses an mir vorbei. Und wie viele von ihnen waren fâché [foasché], weil sie nicht nach Dingen gefragt worden waren, die sie (ja, ich auch) alle brav auswendig gelernt hatten. ;-) Anstatt sich zu freuen, dass die Klausur so fair war... nein, jetzt hatten sie, oh Schreck, oh Graus, mehr gelernt als nötig. ;-) Ich bin im Nachhinein nur froh, dass ich nicht mehr getan habe als den ausgedehnten Freitag und Samstag und ansonsten noch einige Übungen.
So, und jetzt zum Sport. Ich wollte ja schon, seitdem ich angekommen bin, hier Badminton spielen und habe es nie auf die Reihe gekriegt. Jetzt hatte ich keine Wahl mehr, denn ein Mathemensch, Pier-Luc, hat gleich einen Termin mit mir für vergangenen Donnerstag ausgemacht; da half kein Jammern und kein Flehen, ich musste dran glauben. ;-) Eigentlich wollte ich ihn ja ein wenig zurechtstutzen, weil er mir etwas zu selbstbewusst von seinen Badmintonfähigkeiten sprach. Das ließ sich aber nicht in die Tat umsetzen... der Junge spielt einfach gut - hat jahrelang im Verein gespielt - dem habe ich nichts entgegenzusetzen. ;-) Es war in jedem Fall sehr gut und mein Kopf hatte die gewohnte Farbe des Antje-gibt-bei-Badminton-alles angenommen, da konnten selbst Tomaten neidisch werden. ;-) Und als wäre das nicht genug Sport für meinen leicht erkälteten Körper, habe ich am Freitag gleich wieder gespielt. Diesmal allerdings mit meinem Mitbewohner, Rafael. Der spielt dreimal pro Woche hier und war sofort bereit in die Schuhe zu springen, als ich ihn Donnerstag fragte, wie das hier mit Schläger leihen funktioniert und ob man einen Platz reservieren muss. Also habe ich ihm zugesagt, dass wir einen der folgenden Tage spielen würden. So, und damit stand ich Freitag wieder eine Stunde in der Halle. Diemal war es entspannter, weil wir beide etwa das gleiche Niveau spielen. Dann haben uns noch zwei Jungs gefragt, ob wir nicht mit ihnen Doppel spielen wollten. Also haben wir unser Können bei einem Doppel unter Beweis bzw. auf die Probe gestellt. Es war sehr witzig und auch hier ausgeglichen. Gut, am Ende haben dann doch wir zwei gewonnen. ;-)

Ja, und jetzt sitze ich mit Muskelkater am Schreibtisch, habe beschlossen, dass ich ein- oder zweimal pro Woche Badminton spielen werde, bin dankbar über mein Blasenpflaster und pflege meine Erkältung mit Tee. ;-)
Bis bald. Bisous.

Was inzwischen geschah: Eishockey in der Sportbar, Kürbissuppe und "Les deux Pierrots"

Uiuiui, habe ich lange nicht mehr geschrieben... Da muss ich meine Erinnerung erst mal mittels Kalender auffrischen. So, das wird wohl wieder ein etwas längerer Post. ;-) Ich fange vorne an, sprich bei Eishockey...
Das Wochenende nach dem Botanischen Garten wollte ich mit Freunden in "Les deux Pierrots" gehen, eine Kneipe/ Disko mit Livemusik aus dem Québec. Dann hat mich aber Odile erst mal beschwatzt, dass wir uns davor das Eishockeyspiel der "Canadiens de Montréal" gegen die "Maple leaves" aus Toronto ansehen. Also sind wir in Begleitung von Margot und Marie-Ève in die Sportbar der "Canadiens", "la cage aux sports", losgezogen, um natürlich unsere Jungs aus Montréal zu unterstützen. Gut, es war nicht so viel los, aber wir hatten unseren Spaß und eine Menge Bier (pro Mädel ein Pint); nach dem Spiel - wir haben verloren, für die Sportinteressierten 3:4 - sind wir dann in einen Pub in der Nähe gegangen, wo ich aber nicht furchtbar lange geblieben bin, sondern statt dessen den Heimweg anstrebte und völlig erschlagen ins Bett fiel. Damit war der erste Versuch der "deux Pierrots" erfogreich gescheitert.
Am Sonntag danach war noch mehr passiver Sport angesagt. Odile und ich haben unsere Unibasketballmannschaft gegen Springfield angefeuert. Diesmal haben wir gewonnen. ;-)

Und am Montag danach war Thanksgiving, weswegen die Uni ausfiel und Kati und ich beschlossen, dass wir zusammen kochen wollten. Das haben wir auch in meiner kleinen Küche in die Tat umgesetzt. Es war sehr lecker und sehr studentisch! Zusammen mit Odile und Michael waren wir zu viert und haben mit drei Stühlen und der Couch die Küche völlig ungangbar gemacht. ;-) Macht nichts, unsere Kürbissuppe ist sehr gut und sehr viel geworden. Das Rezept für 5 (Rafael war eingeladen) erwies sich als Rezept für 8-9 Personen und wir haben drei Töpfe Suppe produziert. ;-) Mit frischen Baguette und Wein wurde die Suppe genossen und mit Crèpes mit Cranberrysauce beschlossen. Wie gut, dass Odile auch hier wohnt; so konnte ich mir Besteck und Geschirr zuleihen. ;-) Am Dienstag habe ich dann gleich alle noch zu einem Nachessen eingeladen/ verpflichtet/ gebeten... es war sehr lustig, auch wenn es die zweite Portion ohne Wein gab.
Es war ein total lustiger und leckerer Abend. So rund um 24h verabschiedeten sich meine Gäste und als ich noch kurz einen Blick auf meine Email warf, war meine Müdigkeit ganz plötzlichem Erschrecken gewichen. ;-) Tatiana fragte an, ob ich auch das ganze Wochenende für die Klausur am Dienstag gelernt hätte... nein, habe ich nicht. ;-) Also gabs noch eine spontane Rettungsaktion und ich habe noch Kati vorgewarnt und insgesamt drei Stunden vor der Klausur wiederholt... immerhin. ;-) Keine Bange, es hat ausgereicht. Ich habe etwas über 60%. Was lernen wir daraus? Es ist durchaus sinnvoll seinen Kalender auch für Klausurdaten zu missbrauchen und nicht nur für Geburtstagserinnerungen. ;-) Das habe ich dann auch ganz spontan am Dienstag gemacht.

Und um zu beweisen, dass ich aus meinen Fehlern lerne, habe ich den darauffolgenden (=von jetzt aus betrachtet: vor 7 Tagen) Samstag ganz brav mit Tatiana gelernt. Wir hatten nämlich am vergangenen Mittwoch unsere Halbtrimesterklausur in Phonetik zu bestehen. Doch zurück zum Wochenende...
Am Freitag habe ich schon brav am Schreibtisch gesessen und gelernt und mit Tatiana war ich dann am Samstag von 10h bis 17h in der Nationalbibliothek. Länger konnten wir leider nicht bleiben, weil sie am Wochenende schon so früh schließen. ;-) Also haben wir dort in aller Stille gelernt, gefroren (die Lüftung war direkt unter den Füßen, also sozusagen für die Füße... die haben wir irgendwann mit unseren Taschen ausgeschaltet - technisches K.O. ;-)), gelacht, geschnackt, ... Danach war aus verständlichen Gründen unser IQ auf geschätzte 80 gesunken und wir zu völliger Albernheit verdammt. Das haben wir ausgenutzt und haben uns einen total niedlichen Frauenfilm angesehen; das war Katis Idee, doch aufgrund technischer Unwägbarkeiten haben wir uns verpasst und sie war leider nicht dabei. Damit waren Tatiana und ich zu zweit im Kino mit "Odette Toulemonde". Für alle, die mit einem breiten Lächeln den Kinosaal verlassen wollen, ist das genau das Richtige! Das ist Wohlfühl-Kino!
Und danach? Ja, danach sind wir tatsächlich noch in "Les deux Pierrots" gegangen. Und auch das war eine gute Entscheidung. So sind wir noch zu vier Stunden tanzen und singen gekommen. Es war ein wenig wie Karneval in der Hinsicht, dass alle die Liedtexte kannten und lautstark mitgesungen haben. ;-) Es war einfach eine rundum tolle Stimmung: ausgelassen, fröhlich und alle haben getanzt! Das ist eine ganz tolle Kneipe, wo man jeden Freitag und Samstag Livemusik bekommt mit bekannten Liedern aus dem Québec und ein paar 80er für die Ausländer. ;-) Alle zwei bis drei Lieder schrie mir Tatiana ins Ohr:" Cela, c'est typiquement québécois!" Das sagt doch schon alles, oder? Es ist wirklich ganz toll und für alle, die jemals nach Montréal kommen: nichts wie hin!!! Ich bin dann mit Odile gegen drei heimgegangen und nach einer warmen Dusche ins Bett gefallen. Was habe ich mich auf ein langes Ausschlafen gefreut... gut, bis um 8h habe ich gut geschlafen, da kann man nichts sagen. ;-) Den Sonntag war ich einfach nur angematscht. ;-) Macht nichts, das darf auch mal sein, oder?

So, damit existiert mal wieder ein Überblick über mein Leben hier in Montréal. ;-)

Sonntag, 30. September 2007

Nachtrag: Sofarallye

So also sieht dann ein Bild von der Sofarallye aus: Touristen auf einer Couch der Scouts mit Scouts und das ganze mit Blick auf den Parliaments Hill. Hat doch was, oder? Bemerkenswert auch, dass wir erstens alle Platz finden auf der Couch und dass das Wetter so unglaublich toll ist. ;-)
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