Nachdem ich mich wirklich lange nicht mehr gemeldet habe, gibt's jetzt endlich langerwartete Neuigkeiten... ich verspreche von vorneherein keinen erschoepfenden, aber doch einen ueberblicksartigen Auf-den-neuesten-Stand-bring-Post. Na dann mal los...
Privates:
Das Wichtigste zuerst und das ist auch gleich der Grund, weswegen ich in letzter Zeit nicht geschrieben habe... Der Grund ist 1,90 cm gross, schwerer als ich, witzig, québécois, heisst Pier-Luc und ist - na, wer haette das gedacht? - mein Traummann. Warum habe ich also nicht geschrieben? Na, weil wir viel Zeit zusammen verbracht haben und da blieb sie dann also nicht mehr in ausreichender Menge, um meinen Blog weiterzufuehren. ;-)
Und das Beste ist, dass er sich auch super mit Odile und Raph versteht, so dass wir immer sehr viel Spass haben, gleich in welcher Runde wir zusammensitzen (was sehr oft passiert... ;-))
Das grosse Familie-Kennenlernen habe ich auch schon erfolgreich hinter mich gebracht - puh! Nein, so schlimm war's jetzt auch wieder nicht. . ;-) Sie sind alle sehr sympathisch und ich werde Weihnachten und Sylvester hier bei ihnen verbringen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das wird und verspreche dann auch meinen Blog wieder aufzufrischen. ;-) Die Dekoration steht schon seit Ende November - daran wird's also nicht scheitern.
Immerhin, fuer weisse Weihnachten ist gesorgt: zur Zeit liegen schon so um die 50cm Schnee und diesen So soll's Neuschnee geben. Damit wird es aber zumindest noch nicht ernsthaft kalt. Klar, so um die -18 Grad Celsius haben wir hier schon nachts, aber tagsueber ist es doch auch noch fuer Mitteleuropaeer wie mich auszuhalten.
Ich freue mich schon auf Schlittschuh laufen und auf Wanderungen mit Schneeschuhen! Jetzt habe ich ja erst mal drei Wochen Ferien unter Vernachlaessigung der letzten Klausur, die Mo anstent. ;-) Na, und da werde ich mit Pier-Luc, Odile, Tati und Co natuerlich ein wenig was unternehmen... versteht sich.
Na, und dann hatte ich vor zwei Wochen Besuch aus der Heimat. Papa war fuer ein Wochenende hier und wir konnten in Ruhe miteinander reden, Kaffee trinken, essen, ... Auf dem Weg hat Papa dann auch Odile, Raph und Pier-Luc kennen gelernt und ich mein englisch wieder ausgepackt... da Papa nicht ausreichend franzoesisch spricht, um sich mit einer Belgierin oder einem Québécois entspannt zu unterhalten (zumal letzterer auch wirklich schnell spricht !!!), war englisch lingua franca - fuer keinen von uns Muttersprache und damit die erste Gemeinsamkeit. ;-)
Es war unheimlich schoen, dass Papa da war! Und Glueck mit dem Wetter hat er gehabt, denn er war gerade vor dem zweiten grossen Schneefall wieder im Flugzeug. Kaum war er weg, hat es zwei Tage lang durchgeschneit! Ich sage Dir, ich war sehr froh, um meine dicken Stiefel!!! bei kniehohem Schnee!
Halloween:
Ja, natuerlich, am 31. Oktober war Halloween!!! Und daher gab's einen Halloweenumzug am WE vor dem 31. Und um uns gebuehrend darauf einzustimmen, haben wir den Tag mit einem Weisswurstfruehstueck begonnen. Sprich bei Viola gabs einen deutschen Vormittag ab 11h mit Deutschen, Niederlaendern, Franzosen. Es war sehr witzig und auch kulinarisch nicht zu verachten: die Brezeln waren selbstgemacht (daher ohne Lauge, aber mit umsomehr Muehe - ein grosses Dankeschoen an Michael), die Wuerste gut (wenn auch die Konsistenz etwas ungewohnt), das Bier kann ich nicht beurteilen, weil nicht probiert und der Senf ziemlich suess. Am Abend gings dann den Umzug begucken, der nicht sehr beeindruckend, aber eben ein Halloweenumzug war und danach noch gemuetlich in eine Kneipe.
Musikalisches:
Ich habe ja einen Musiker als Mitbewohner und da habe ich es neulich tatsaechlich geschafft, mit Pier-Luc noch zu einem Konzert zu gehen (das Konzert lag gerade in der Zeit unseres Mathedidaktikkurses, aber weil's der Wiederholungskurs vor der Klausur war, sind wir zur Halbzeit gegangen und zum Konzert geeilt), wo wir Odile getroffen haben und das alles, um Raph im Chor singen zu hoeren. Er hat uns zwar erst am Ende gesehen, aber es war wirklich schoen! Und dann haben sie auch noch ein deutsches und ein oesterreichisches Weihnachtslied gegen Ende gesungen!!! Kommet ihr Hirten und Ihr Kinderlerin kommet. Ich war ja sehr kurz davor mitzusingen. Das letzte Lied war dann auch tatsaechlich zum Misingen gedacht, ein Kanon. Er hatte nur den kleinen Nachteil, dass ihn niemand kannte und die Melodie nicht in zwei Minuten eingaengig war... man kann ja nicht alles haben. ;-)
Was sonst so geschah:
Es gab weitere sehr lustige Crêpesabende und -nachmittage in meiner kleinen WG mit den Hauptakteuren Odile (zustaendig fuer den Ahornsirup), Raph (dessen Pfanne gute Dienste leistet und der spaetestens zum Essen anwesend ist), Pier-Luc (musste auch den ersten Versuch mit seltsamen Mehr erleiden) und Antje, ansonsten wechselnde Belegschaft... Das hat auch einmal den Feueralarm ausgeloest, den ich zum Glueck mit Marie-Ève schnell wieder ausgeschaltet bekommen habe... wir hatten ein echtes, kleines Feuer auf dem Herd - das weckt die Lebensgeister nachts um 11h und wenn dann noch der Alarm losgeht, nachdem das Feuer geloescht, der Rauch aber noch da ist... na, vielen Dank - die Crêpes aber waren sehr gut!
Das letzte Crêpesereignis war am 6. Dezember anlaesslich des Nikolaustages, der hier nicht gefeiert wird, weswegen mich alle Québécois, die ich fragte, komisch angeschaut haben... es war trotzdem gemuetlich und lecker. ;-)
Ich habe mehr oder minder viel Badminton gespielt, mind. einmal pro Woche, zum Teil bis zu viermal. ;-) Bei einem badmintonbegeisterten Mitbewohner ist das ein Leichtes. Gut, in der letzten Zeit habe ich nicht mehr so viel gespielt, da war dann eher fuer die Klausuren lernen angesagt und am WE war ich ja nun haeufig eh nicht in der Stadt, sondern bei Pier-Luc.
Abschliessendes:
Und damit neigt sich mein tour d'horizon seinem Ende und ich darf mich verabschieden. Ich wuensche frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Pass gut auf Dich auf und lass es Dir gut gehen!!!
Gros Bisous!
Ich gehe jetzt schlafen...
Freitag, 14. Dezember 2007
Samstag, 20. Oktober 2007
Antje spielt Badminton
Und wenn ich schon mal dabei bin, hier eine Runde Informationen zu veröffentlichen, gibts auch gleich noch das Neueste der letzten Woche.
Die Klausur am Mittwoch erwies sich als mehr als machbar und während ich vor unserem salle auf Tatiana wartete, kam so etwa die Hälfte meines Kurses an mir vorbei. Und wie viele von ihnen waren fâché [foasché], weil sie nicht nach Dingen gefragt worden waren, die sie (ja, ich auch) alle brav auswendig gelernt hatten. ;-) Anstatt sich zu freuen, dass die Klausur so fair war... nein, jetzt hatten sie, oh Schreck, oh Graus, mehr gelernt als nötig. ;-) Ich bin im Nachhinein nur froh, dass ich nicht mehr getan habe als den ausgedehnten Freitag und Samstag und ansonsten noch einige Übungen.
So, und jetzt zum Sport. Ich wollte ja schon, seitdem ich angekommen bin, hier Badminton spielen und habe es nie auf die Reihe gekriegt. Jetzt hatte ich keine Wahl mehr, denn ein Mathemensch, Pier-Luc, hat gleich einen Termin mit mir für vergangenen Donnerstag ausgemacht; da half kein Jammern und kein Flehen, ich musste dran glauben. ;-) Eigentlich wollte ich ihn ja ein wenig zurechtstutzen, weil er mir etwas zu selbstbewusst von seinen Badmintonfähigkeiten sprach. Das ließ sich aber nicht in die Tat umsetzen... der Junge spielt einfach gut - hat jahrelang im Verein gespielt - dem habe ich nichts entgegenzusetzen. ;-) Es war in jedem Fall sehr gut und mein Kopf hatte die gewohnte Farbe des Antje-gibt-bei-Badminton-alles angenommen, da konnten selbst Tomaten neidisch werden. ;-) Und als wäre das nicht genug Sport für meinen leicht erkälteten Körper, habe ich am Freitag gleich wieder gespielt. Diesmal allerdings mit meinem Mitbewohner, Rafael. Der spielt dreimal pro Woche hier und war sofort bereit in die Schuhe zu springen, als ich ihn Donnerstag fragte, wie das hier mit Schläger leihen funktioniert und ob man einen Platz reservieren muss. Also habe ich ihm zugesagt, dass wir einen der folgenden Tage spielen würden. So, und damit stand ich Freitag wieder eine Stunde in der Halle. Diemal war es entspannter, weil wir beide etwa das gleiche Niveau spielen. Dann haben uns noch zwei Jungs gefragt, ob wir nicht mit ihnen Doppel spielen wollten. Also haben wir unser Können bei einem Doppel unter Beweis bzw. auf die Probe gestellt. Es war sehr witzig und auch hier ausgeglichen. Gut, am Ende haben dann doch wir zwei gewonnen. ;-)
Ja, und jetzt sitze ich mit Muskelkater am Schreibtisch, habe beschlossen, dass ich ein- oder zweimal pro Woche Badminton spielen werde, bin dankbar über mein Blasenpflaster und pflege meine Erkältung mit Tee. ;-)
Bis bald. Bisous.
Die Klausur am Mittwoch erwies sich als mehr als machbar und während ich vor unserem salle auf Tatiana wartete, kam so etwa die Hälfte meines Kurses an mir vorbei. Und wie viele von ihnen waren fâché [foasché], weil sie nicht nach Dingen gefragt worden waren, die sie (ja, ich auch) alle brav auswendig gelernt hatten. ;-) Anstatt sich zu freuen, dass die Klausur so fair war... nein, jetzt hatten sie, oh Schreck, oh Graus, mehr gelernt als nötig. ;-) Ich bin im Nachhinein nur froh, dass ich nicht mehr getan habe als den ausgedehnten Freitag und Samstag und ansonsten noch einige Übungen.
So, und jetzt zum Sport. Ich wollte ja schon, seitdem ich angekommen bin, hier Badminton spielen und habe es nie auf die Reihe gekriegt. Jetzt hatte ich keine Wahl mehr, denn ein Mathemensch, Pier-Luc, hat gleich einen Termin mit mir für vergangenen Donnerstag ausgemacht; da half kein Jammern und kein Flehen, ich musste dran glauben. ;-) Eigentlich wollte ich ihn ja ein wenig zurechtstutzen, weil er mir etwas zu selbstbewusst von seinen Badmintonfähigkeiten sprach. Das ließ sich aber nicht in die Tat umsetzen... der Junge spielt einfach gut - hat jahrelang im Verein gespielt - dem habe ich nichts entgegenzusetzen. ;-) Es war in jedem Fall sehr gut und mein Kopf hatte die gewohnte Farbe des Antje-gibt-bei-Badminton-alles angenommen, da konnten selbst Tomaten neidisch werden. ;-) Und als wäre das nicht genug Sport für meinen leicht erkälteten Körper, habe ich am Freitag gleich wieder gespielt. Diesmal allerdings mit meinem Mitbewohner, Rafael. Der spielt dreimal pro Woche hier und war sofort bereit in die Schuhe zu springen, als ich ihn Donnerstag fragte, wie das hier mit Schläger leihen funktioniert und ob man einen Platz reservieren muss. Also habe ich ihm zugesagt, dass wir einen der folgenden Tage spielen würden. So, und damit stand ich Freitag wieder eine Stunde in der Halle. Diemal war es entspannter, weil wir beide etwa das gleiche Niveau spielen. Dann haben uns noch zwei Jungs gefragt, ob wir nicht mit ihnen Doppel spielen wollten. Also haben wir unser Können bei einem Doppel unter Beweis bzw. auf die Probe gestellt. Es war sehr witzig und auch hier ausgeglichen. Gut, am Ende haben dann doch wir zwei gewonnen. ;-)
Ja, und jetzt sitze ich mit Muskelkater am Schreibtisch, habe beschlossen, dass ich ein- oder zweimal pro Woche Badminton spielen werde, bin dankbar über mein Blasenpflaster und pflege meine Erkältung mit Tee. ;-)
Bis bald. Bisous.
Was inzwischen geschah: Eishockey in der Sportbar, Kürbissuppe und "Les deux Pierrots"
Uiuiui, habe ich lange nicht mehr geschrieben... Da muss ich meine Erinnerung erst mal mittels Kalender auffrischen. So, das wird wohl wieder ein etwas längerer Post. ;-) Ich fange vorne an, sprich bei Eishockey...
Das Wochenende nach dem Botanischen Garten wollte ich mit Freunden in "Les deux Pierrots" gehen, eine Kneipe/ Disko mit Livemusik aus dem Québec. Dann hat mich aber Odile erst mal beschwatzt, dass wir uns davor das Eishockeyspiel der "Canadiens de Montréal" gegen die "Maple leaves" aus Toronto ansehen. Also sind wir in Begleitung von Margot und Marie-Ève in die Sportbar der "Canadiens", "la cage aux sports", losgezogen, um natürlich unsere Jungs aus Montréal zu unterstützen. Gut, es war nicht so viel los, aber wir hatten unseren Spaß und eine Menge Bier (pro Mädel ein Pint); nach dem Spiel - wir haben verloren, für die Sportinteressierten 3:4 - sind wir dann in einen Pub in der Nähe gegangen, wo ich aber nicht furchtbar lange geblieben bin, sondern statt dessen den Heimweg anstrebte und völlig erschlagen ins Bett fiel. Damit war der erste Versuch der "deux Pierrots" erfogreich gescheitert.
Am Sonntag danach war noch mehr passiver Sport angesagt. Odile und ich haben unsere Unibasketballmannschaft gegen Springfield angefeuert. Diesmal haben wir gewonnen. ;-)
Und am Montag danach war Thanksgiving, weswegen die Uni ausfiel und Kati und ich beschlossen, dass wir zusammen kochen wollten. Das haben wir auch in meiner kleinen Küche in die Tat umgesetzt. Es war sehr lecker und sehr studentisch! Zusammen mit Odile und Michael waren wir zu viert und haben mit drei Stühlen und der Couch die Küche völlig ungangbar gemacht. ;-) Macht nichts, unsere Kürbissuppe ist sehr gut und sehr viel geworden. Das Rezept für 5 (Rafael war eingeladen) erwies sich als Rezept für 8-9 Personen und wir haben drei Töpfe Suppe produziert. ;-) Mit frischen Baguette und Wein wurde die Suppe genossen und mit Crèpes mit Cranberrysauce beschlossen. Wie gut, dass Odile auch hier wohnt; so konnte ich mir Besteck und Geschirr zuleihen. ;-) Am Dienstag habe ich dann gleich alle noch zu einem Nachessen eingeladen/ verpflichtet/ gebeten... es war sehr lustig, auch wenn es die zweite Portion ohne Wein gab.
Es war ein total lustiger und leckerer Abend. So rund um 24h verabschiedeten sich meine Gäste und als ich noch kurz einen Blick auf meine Email warf, war meine Müdigkeit ganz plötzlichem Erschrecken gewichen. ;-) Tatiana fragte an, ob ich auch das ganze Wochenende für die Klausur am Dienstag gelernt hätte... nein, habe ich nicht. ;-) Also gabs noch eine spontane Rettungsaktion und ich habe noch Kati vorgewarnt und insgesamt drei Stunden vor der Klausur wiederholt... immerhin. ;-) Keine Bange, es hat ausgereicht. Ich habe etwas über 60%. Was lernen wir daraus? Es ist durchaus sinnvoll seinen Kalender auch für Klausurdaten zu missbrauchen und nicht nur für Geburtstagserinnerungen. ;-) Das habe ich dann auch ganz spontan am Dienstag gemacht.
Und um zu beweisen, dass ich aus meinen Fehlern lerne, habe ich den darauffolgenden (=von jetzt aus betrachtet: vor 7 Tagen) Samstag ganz brav mit Tatiana gelernt. Wir hatten nämlich am vergangenen Mittwoch unsere Halbtrimesterklausur in Phonetik zu bestehen. Doch zurück zum Wochenende...
Am Freitag habe ich schon brav am Schreibtisch gesessen und gelernt und mit Tatiana war ich dann am Samstag von 10h bis 17h in der Nationalbibliothek. Länger konnten wir leider nicht bleiben, weil sie am Wochenende schon so früh schließen. ;-) Also haben wir dort in aller Stille gelernt, gefroren (die Lüftung war direkt unter den Füßen, also sozusagen für die Füße... die haben wir irgendwann mit unseren Taschen ausgeschaltet - technisches K.O. ;-)), gelacht, geschnackt, ... Danach war aus verständlichen Gründen unser IQ auf geschätzte 80 gesunken und wir zu völliger Albernheit verdammt. Das haben wir ausgenutzt und haben uns einen total niedlichen Frauenfilm angesehen; das war Katis Idee, doch aufgrund technischer Unwägbarkeiten haben wir uns verpasst und sie war leider nicht dabei. Damit waren Tatiana und ich zu zweit im Kino mit "Odette Toulemonde". Für alle, die mit einem breiten Lächeln den Kinosaal verlassen wollen, ist das genau das Richtige! Das ist Wohlfühl-Kino!
Und danach? Ja, danach sind wir tatsächlich noch in "Les deux Pierrots" gegangen. Und auch das war eine gute Entscheidung. So sind wir noch zu vier Stunden tanzen und singen gekommen. Es war ein wenig wie Karneval in der Hinsicht, dass alle die Liedtexte kannten und lautstark mitgesungen haben. ;-) Es war einfach eine rundum tolle Stimmung: ausgelassen, fröhlich und alle haben getanzt! Das ist eine ganz tolle Kneipe, wo man jeden Freitag und Samstag Livemusik bekommt mit bekannten Liedern aus dem Québec und ein paar 80er für die Ausländer. ;-) Alle zwei bis drei Lieder schrie mir Tatiana ins Ohr:" Cela, c'est typiquement québécois!" Das sagt doch schon alles, oder? Es ist wirklich ganz toll und für alle, die jemals nach Montréal kommen: nichts wie hin!!! Ich bin dann mit Odile gegen drei heimgegangen und nach einer warmen Dusche ins Bett gefallen. Was habe ich mich auf ein langes Ausschlafen gefreut... gut, bis um 8h habe ich gut geschlafen, da kann man nichts sagen. ;-) Den Sonntag war ich einfach nur angematscht. ;-) Macht nichts, das darf auch mal sein, oder?
So, damit existiert mal wieder ein Überblick über mein Leben hier in Montréal. ;-)
Das Wochenende nach dem Botanischen Garten wollte ich mit Freunden in "Les deux Pierrots" gehen, eine Kneipe/ Disko mit Livemusik aus dem Québec. Dann hat mich aber Odile erst mal beschwatzt, dass wir uns davor das Eishockeyspiel der "Canadiens de Montréal" gegen die "Maple leaves" aus Toronto ansehen. Also sind wir in Begleitung von Margot und Marie-Ève in die Sportbar der "Canadiens", "la cage aux sports", losgezogen, um natürlich unsere Jungs aus Montréal zu unterstützen. Gut, es war nicht so viel los, aber wir hatten unseren Spaß und eine Menge Bier (pro Mädel ein Pint); nach dem Spiel - wir haben verloren, für die Sportinteressierten 3:4 - sind wir dann in einen Pub in der Nähe gegangen, wo ich aber nicht furchtbar lange geblieben bin, sondern statt dessen den Heimweg anstrebte und völlig erschlagen ins Bett fiel. Damit war der erste Versuch der "deux Pierrots" erfogreich gescheitert.
Am Sonntag danach war noch mehr passiver Sport angesagt. Odile und ich haben unsere Unibasketballmannschaft gegen Springfield angefeuert. Diesmal haben wir gewonnen. ;-)
Und am Montag danach war Thanksgiving, weswegen die Uni ausfiel und Kati und ich beschlossen, dass wir zusammen kochen wollten. Das haben wir auch in meiner kleinen Küche in die Tat umgesetzt. Es war sehr lecker und sehr studentisch! Zusammen mit Odile und Michael waren wir zu viert und haben mit drei Stühlen und der Couch die Küche völlig ungangbar gemacht. ;-) Macht nichts, unsere Kürbissuppe ist sehr gut und sehr viel geworden. Das Rezept für 5 (Rafael war eingeladen) erwies sich als Rezept für 8-9 Personen und wir haben drei Töpfe Suppe produziert. ;-) Mit frischen Baguette und Wein wurde die Suppe genossen und mit Crèpes mit Cranberrysauce beschlossen. Wie gut, dass Odile auch hier wohnt; so konnte ich mir Besteck und Geschirr zuleihen. ;-) Am Dienstag habe ich dann gleich alle noch zu einem Nachessen eingeladen/ verpflichtet/ gebeten... es war sehr lustig, auch wenn es die zweite Portion ohne Wein gab.
Es war ein total lustiger und leckerer Abend. So rund um 24h verabschiedeten sich meine Gäste und als ich noch kurz einen Blick auf meine Email warf, war meine Müdigkeit ganz plötzlichem Erschrecken gewichen. ;-) Tatiana fragte an, ob ich auch das ganze Wochenende für die Klausur am Dienstag gelernt hätte... nein, habe ich nicht. ;-) Also gabs noch eine spontane Rettungsaktion und ich habe noch Kati vorgewarnt und insgesamt drei Stunden vor der Klausur wiederholt... immerhin. ;-) Keine Bange, es hat ausgereicht. Ich habe etwas über 60%. Was lernen wir daraus? Es ist durchaus sinnvoll seinen Kalender auch für Klausurdaten zu missbrauchen und nicht nur für Geburtstagserinnerungen. ;-) Das habe ich dann auch ganz spontan am Dienstag gemacht.
Und um zu beweisen, dass ich aus meinen Fehlern lerne, habe ich den darauffolgenden (=von jetzt aus betrachtet: vor 7 Tagen) Samstag ganz brav mit Tatiana gelernt. Wir hatten nämlich am vergangenen Mittwoch unsere Halbtrimesterklausur in Phonetik zu bestehen. Doch zurück zum Wochenende...
Am Freitag habe ich schon brav am Schreibtisch gesessen und gelernt und mit Tatiana war ich dann am Samstag von 10h bis 17h in der Nationalbibliothek. Länger konnten wir leider nicht bleiben, weil sie am Wochenende schon so früh schließen. ;-) Also haben wir dort in aller Stille gelernt, gefroren (die Lüftung war direkt unter den Füßen, also sozusagen für die Füße... die haben wir irgendwann mit unseren Taschen ausgeschaltet - technisches K.O. ;-)), gelacht, geschnackt, ... Danach war aus verständlichen Gründen unser IQ auf geschätzte 80 gesunken und wir zu völliger Albernheit verdammt. Das haben wir ausgenutzt und haben uns einen total niedlichen Frauenfilm angesehen; das war Katis Idee, doch aufgrund technischer Unwägbarkeiten haben wir uns verpasst und sie war leider nicht dabei. Damit waren Tatiana und ich zu zweit im Kino mit "Odette Toulemonde". Für alle, die mit einem breiten Lächeln den Kinosaal verlassen wollen, ist das genau das Richtige! Das ist Wohlfühl-Kino!
Und danach? Ja, danach sind wir tatsächlich noch in "Les deux Pierrots" gegangen. Und auch das war eine gute Entscheidung. So sind wir noch zu vier Stunden tanzen und singen gekommen. Es war ein wenig wie Karneval in der Hinsicht, dass alle die Liedtexte kannten und lautstark mitgesungen haben. ;-) Es war einfach eine rundum tolle Stimmung: ausgelassen, fröhlich und alle haben getanzt! Das ist eine ganz tolle Kneipe, wo man jeden Freitag und Samstag Livemusik bekommt mit bekannten Liedern aus dem Québec und ein paar 80er für die Ausländer. ;-) Alle zwei bis drei Lieder schrie mir Tatiana ins Ohr:" Cela, c'est typiquement québécois!" Das sagt doch schon alles, oder? Es ist wirklich ganz toll und für alle, die jemals nach Montréal kommen: nichts wie hin!!! Ich bin dann mit Odile gegen drei heimgegangen und nach einer warmen Dusche ins Bett gefallen. Was habe ich mich auf ein langes Ausschlafen gefreut... gut, bis um 8h habe ich gut geschlafen, da kann man nichts sagen. ;-) Den Sonntag war ich einfach nur angematscht. ;-) Macht nichts, das darf auch mal sein, oder?
So, damit existiert mal wieder ein Überblick über mein Leben hier in Montréal. ;-)
Sonntag, 30. September 2007
Nachtrag: Sofarallye
Die Woche nach den USA und mein erster Feueralarm
So nach Überwindung des Muskelkaters habe ich meinen ersten Kurs Tai Chi (Gesundheit! oder kann man das essen?) erlebt. Das war eine gute Entscheidung, denn es tut der Seele unglaublich gut. Ich kann allen stressempfindlichen nur empfehlen, es mal zu probieren - eine gewisse Einbildungskraft ist allerdings auch von Nöten. ;-) Danach ist man, oder zumindest ging es mir und Odile so, ziemlich wach, was für halb 11 nicht unbedingt optimal ist. ;-)
Nachdem ich dann doch gegen halb eins eingeschlafen bin, wurde ich nicht gerade sanft aus meinem hart erarbeiteten Schlaf gerissen. Und zwar wann? Na, nachts um halb 3, ist das nicht ein Traum? Wir hatten Feueralarm und also hieß es, das Gebäude evakuieren und im Nieselregen zur Uni laufen, um dort immerhin ins Warme zu kommen. Ich gehörte zu dem Teil, der aus dem Bett gefallen ist; beruhigend, dass ich nicht die einzige war, die völlig verpennt aussah. Immerhin habe ich einige Bekannte getroffen und wir haben in Ruhe geschnackt. Feuerarlarm ist also nicht immer schlecht. ;-) (beunruhigend finde ich nur, dass mir hintertragen wurde, dass Feueralarm hier grundsätzlich nachts und in der kalten Jahreszeit ausgelöst werde ... na, vielen Dank, gegen einen nächtlichen Spaziergang im Schnee habe ich je grundsätzlich nichts, aber doch bitte nicht im Schlafanzug... ;-)) Nach einer halben Stunde durften wir zum Glück wieder zurück traben und ins Bett fallen; schwieriger war danach, wieder einzuschlafen (ich schiebe mal auf diese komische Nacht meinen angematschten Zustand am Freitag ;-))
Den habe ich zum Glück bis Samstag ein wenig überwunden und bin gestern Abend mit Jan, Kati und Odile in den botanischen Garten gegangen. Dort findet zur Zeit "la magie des lanternes" statt, d.h. wie der Name schon sagt, dass im Chinesischen Garten Laternen stehen, die abends natürlich mehr her machen als tagsüber. Dumm nur, dass wir nicht die einzigen waren, die die grandiose Idee hatten dort hinzugehen, denn es drängten sich die Massen. Dabei fand direkt daneben im Olympiastadion statt - auch dort drängten sich die Massen. Damit hatten wir immerhin viel Zeit, Fotos zu schießen. Den Rest des Parks ließen sie leider im Dunkeln, so dass wir nicht mehr im japanischen Teil waren. Der Ausflug hat mir gezeigt, dass es eindeutig auf den Herbst und Winter zugeht; die Luft ist empfindlich kühl. Damit hatten wir auch einen guten Grund, uns hinterher bei Kaffee und heißer Schokolade aufzuwärmen. ;-)
Oh, und für alle, die Lust haben ein ganz tolles Buch über das Leben zu lesen: "Ensemble, c'est tout" zu deutsch "Zusammen weniger allein" von Anna Gavalda. Ich habe es gerade zu meinem neuen Lieblingsbuch erklärt. Meist lese ich ein paar Seiten zum Essen (es sei denn ich habe Gesellschaft) und heute habe ich damit meine Mittagspause auf eine gute Stunde ausgedehnt ;-)).
So, das wäre es erstmal von meiner Seite, bis bald.
Nachdem ich dann doch gegen halb eins eingeschlafen bin, wurde ich nicht gerade sanft aus meinem hart erarbeiteten Schlaf gerissen. Und zwar wann? Na, nachts um halb 3, ist das nicht ein Traum? Wir hatten Feueralarm und also hieß es, das Gebäude evakuieren und im Nieselregen zur Uni laufen, um dort immerhin ins Warme zu kommen. Ich gehörte zu dem Teil, der aus dem Bett gefallen ist; beruhigend, dass ich nicht die einzige war, die völlig verpennt aussah. Immerhin habe ich einige Bekannte getroffen und wir haben in Ruhe geschnackt. Feuerarlarm ist also nicht immer schlecht. ;-) (beunruhigend finde ich nur, dass mir hintertragen wurde, dass Feueralarm hier grundsätzlich nachts und in der kalten Jahreszeit ausgelöst werde ... na, vielen Dank, gegen einen nächtlichen Spaziergang im Schnee habe ich je grundsätzlich nichts, aber doch bitte nicht im Schlafanzug... ;-)) Nach einer halben Stunde durften wir zum Glück wieder zurück traben und ins Bett fallen; schwieriger war danach, wieder einzuschlafen (ich schiebe mal auf diese komische Nacht meinen angematschten Zustand am Freitag ;-))
Den habe ich zum Glück bis Samstag ein wenig überwunden und bin gestern Abend mit Jan, Kati und Odile in den botanischen Garten gegangen. Dort findet zur Zeit "la magie des lanternes" statt, d.h. wie der Name schon sagt, dass im Chinesischen Garten Laternen stehen, die abends natürlich mehr her machen als tagsüber. Dumm nur, dass wir nicht die einzigen waren, die die grandiose Idee hatten dort hinzugehen, denn es drängten sich die Massen. Dabei fand direkt daneben im Olympiastadion statt - auch dort drängten sich die Massen. Damit hatten wir immerhin viel Zeit, Fotos zu schießen. Den Rest des Parks ließen sie leider im Dunkeln, so dass wir nicht mehr im japanischen Teil waren. Der Ausflug hat mir gezeigt, dass es eindeutig auf den Herbst und Winter zugeht; die Luft ist empfindlich kühl. Damit hatten wir auch einen guten Grund, uns hinterher bei Kaffee und heißer Schokolade aufzuwärmen. ;-)
Oh, und für alle, die Lust haben ein ganz tolles Buch über das Leben zu lesen: "Ensemble, c'est tout" zu deutsch "Zusammen weniger allein" von Anna Gavalda. Ich habe es gerade zu meinem neuen Lieblingsbuch erklärt. Meist lese ich ein paar Seiten zum Essen (es sei denn ich habe Gesellschaft) und heute habe ich damit meine Mittagspause auf eine gute Stunde ausgedehnt ;-)).
So, das wäre es erstmal von meiner Seite, bis bald.
Wenn das nicht Urlaub ist...
uiuiui, da hat ja jemand lange nicht mehr geschrieben oder ein WE mit Kati in Durham, NH
Es ist Sonntagabend und ich habe ein wenig Zeit, meine geneigte Leserschaft mit neuen Informationen über mein Leben in Montréal zu versorgen. Ich fange mal beim vergangenen Wochenende an - da gibts nämlich einiges zu berichten.
Am Freitag habe ich mir mit Kati einen Wagen (Pontiac für die Autointeressierten unter uns) geliehen - immerhin haben wir beide die Grenze von 21 Jahren überschritten und dürfen damit Autos leihen, wenn auch mit Aufschlag, weil noch unter 25.
Die nächste zu überschreitende Grenze war dann in die USA. Da wir natürlich keine US-Dollar mit uns führten, haben wir auf dem Hinweg die Grenze gleich zweimal überquert: mit Auto das erste Mal, dann zu Fuß auf die andere Seite, um in Kanada im Duty Free Geld zu tauschen und wieder über die Grenze, zum Finanzieren des Visums. Dann durften wir gegen Abgabe von 6 Dollar, einem Lichtbild und den Fingerabdrücken weiter ziehen. (interessante Schilder sieht man an dem Grenzübergang: "Hunters leave your weapons in the car"; und der Rest? soll ich meine Waffen dann mit ins Häuschen nehmen?)
Danach gings fröhlich weiter (knapp 3h waren wir schon unterwegs und brauchten noch mal das Gleiche bis zu unserer Unterkunft bei Freunden meiner Eltern), ohne Zwischenfälle und direkt nach Durham, NH. Dort waren wir erstklassig untergebracht; es ist einfach schön, bei lieben Menschen zu Besuch zu sein.
Tags drauf haben wir zur Einstimmung auf das angeplante Wale gucken erst mal einen Biberdamm besichtigt; auch Tiere und deutlicher Zusammenhang mit Wasser, oder? Ich habe vorher noch nie einen Biberdamm oder -bau gesehen. Es ist beeindruckend, dass die Kerlchen derart organisiert zusammenarbeiten, dass ein riesiger See gestaut wird und der Damm standhält - was brauchen wir Menschen für Hilfsmittel. Die Natur ist immer wieder unglaublich!!!
Im Anschluss sind Kati und ich nach Rye Harbor gefahren, um das Reiseziel zu erreichen: Wale sehen. Und das war schon wieder ein völlig beeindruckendes Werk der Natur! Wir haben (einig sind wir uns da nicht, ich habe zwei, Kati sogar drei Wale gesehen, wie auch immer, immerhin haben wir Wale gesehen) tatsächlich den Rücken von mindestens einem Finnwal gesehen. Und auch wenn man nur einen kleinen Teil des Rückens sieht, es ist atemberaubend! Du bist da als kleiner Mensch auf einem kleinen Touristenboot auf "großer See", so dass der gesamte Horizont nur noch Wasser ist, und kommst dir ziemlich verloren, hilflos und unbedeutend vor und dann begegnet dir eins der größten Lebewesen auf dieser Welt. Ich bin froh, dass ich Wale gucken war, aber ich glaube es reicht auch, es einmal getan zu haben.
Direkt im Anschluss sind wir (ja, das ist ziemlich unglaublich) mit unserer Gastfamilie auf ein Rockkonzert gefahren. So, habe ich das erste Rockkonzert meines Lebens also am Lake Winnipesaukee erlebt. Und wen haben wir gehört? Z.Z. Top = zwei texanische Zwerge an der Gitarre machen mit ihrem texanischen Freund am Schlagzeug eine Menge Krach und rocken das Haus. Es war auf alle Fälle ein Erlebnis sondergleichen. Und ja, das Unglaubliche dieses Wochenendes ist noch nicht vorbei zum Wochenendhaus der Familie gefahren an einen See direkt an der Grenze zu Maine. Dort haben Kati und ich am Sonntag eine Einführung ins Wasserski fahren erhalten. (nein, Fotos gibt es aus guten Gründen nicht davon ;-)) Wir lagen nämlich beide eindeutig mehr im Wasser als auf den Skiern zu stehen. Nichtsdestotrotz hatten wir noch die folgenden zwei bis drei Tage einen wunderbaren rundum-Muskelkater. ;-) Ich hatte ja keine Ahnung, dass im Wasser rumdümpeln mit Schwimmweste so anstrengend sein kann. ;-)
So, und damit war nach der Heimfahrt das wunderbare Wochenende auch schon vorüber.
Am Freitag habe ich mir mit Kati einen Wagen (Pontiac für die Autointeressierten unter uns) geliehen - immerhin haben wir beide die Grenze von 21 Jahren überschritten und dürfen damit Autos leihen, wenn auch mit Aufschlag, weil noch unter 25.
Die nächste zu überschreitende Grenze war dann in die USA. Da wir natürlich keine US-Dollar mit uns führten, haben wir auf dem Hinweg die Grenze gleich zweimal überquert: mit Auto das erste Mal, dann zu Fuß auf die andere Seite, um in Kanada im Duty Free Geld zu tauschen und wieder über die Grenze, zum Finanzieren des Visums. Dann durften wir gegen Abgabe von 6 Dollar, einem Lichtbild und den Fingerabdrücken weiter ziehen. (interessante Schilder sieht man an dem Grenzübergang: "Hunters leave your weapons in the car"; und der Rest? soll ich meine Waffen dann mit ins Häuschen nehmen?)
Danach gings fröhlich weiter (knapp 3h waren wir schon unterwegs und brauchten noch mal das Gleiche bis zu unserer Unterkunft bei Freunden meiner Eltern), ohne Zwischenfälle und direkt nach Durham, NH. Dort waren wir erstklassig untergebracht; es ist einfach schön, bei lieben Menschen zu Besuch zu sein.
Tags drauf haben wir zur Einstimmung auf das angeplante Wale gucken erst mal einen Biberdamm besichtigt; auch Tiere und deutlicher Zusammenhang mit Wasser, oder? Ich habe vorher noch nie einen Biberdamm oder -bau gesehen. Es ist beeindruckend, dass die Kerlchen derart organisiert zusammenarbeiten, dass ein riesiger See gestaut wird und der Damm standhält - was brauchen wir Menschen für Hilfsmittel. Die Natur ist immer wieder unglaublich!!!
Im Anschluss sind Kati und ich nach Rye Harbor gefahren, um das Reiseziel zu erreichen: Wale sehen. Und das war schon wieder ein völlig beeindruckendes Werk der Natur! Wir haben (einig sind wir uns da nicht, ich habe zwei, Kati sogar drei Wale gesehen, wie auch immer, immerhin haben wir Wale gesehen) tatsächlich den Rücken von mindestens einem Finnwal gesehen. Und auch wenn man nur einen kleinen Teil des Rückens sieht, es ist atemberaubend! Du bist da als kleiner Mensch auf einem kleinen Touristenboot auf "großer See", so dass der gesamte Horizont nur noch Wasser ist, und kommst dir ziemlich verloren, hilflos und unbedeutend vor und dann begegnet dir eins der größten Lebewesen auf dieser Welt. Ich bin froh, dass ich Wale gucken war, aber ich glaube es reicht auch, es einmal getan zu haben.
Direkt im Anschluss sind wir (ja, das ist ziemlich unglaublich) mit unserer Gastfamilie auf ein Rockkonzert gefahren. So, habe ich das erste Rockkonzert meines Lebens also am Lake Winnipesaukee erlebt. Und wen haben wir gehört? Z.Z. Top = zwei texanische Zwerge an der Gitarre machen mit ihrem texanischen Freund am Schlagzeug eine Menge Krach und rocken das Haus. Es war auf alle Fälle ein Erlebnis sondergleichen. Und ja, das Unglaubliche dieses Wochenendes ist noch nicht vorbei zum Wochenendhaus der Familie gefahren an einen See direkt an der Grenze zu Maine. Dort haben Kati und ich am Sonntag eine Einführung ins Wasserski fahren erhalten. (nein, Fotos gibt es aus guten Gründen nicht davon ;-)) Wir lagen nämlich beide eindeutig mehr im Wasser als auf den Skiern zu stehen. Nichtsdestotrotz hatten wir noch die folgenden zwei bis drei Tage einen wunderbaren rundum-Muskelkater. ;-) Ich hatte ja keine Ahnung, dass im Wasser rumdümpeln mit Schwimmweste so anstrengend sein kann. ;-)
So, und damit war nach der Heimfahrt das wunderbare Wochenende auch schon vorüber.
Sonntag, 16. September 2007
Ein Samstag unter germanophonen (!) in Ottawa oder was ist eine Sofarallye
Gestern war ich mit vier Deutschen und einem Niederländer in Kanadas Hauptstadt Ottawa. Der Tag begann schon vielversprechend mit einem fröhlichen Weckerklingeln um 5h09, gefolgt von einem schnellen Frühstück und einem viel zu heißen Tee. Damit hatte ich dann tatsächlich noch Zeit, einen Blick in meinen Kanadaführer zu werfen. Dann bin ich zu Fuß durch den Nieselregen (ja, ich habe mich für die richtige Jacke entschieden - eine Regenjacke) zur Station Centrale gelaufen, wo ich noch schnell ein Ticket kaufte und dann Kati traf. Wir haben den Bus um 7h genommen und uns sehr gewundert, wo unsere Mitfahrer blieben. Zum Glück war Thijs, der Niederländer, schon früh da und erklärte uns, dass das ein Missverständnis war: das Treffen war um 7h angesetzt gewesen, nicht die Abfahrt. Gut, das konnten wir dann auch nicht mehr ändern und sind also gleich los. Damit hatten wir in Ottawa eine Stunde Zeit ein Café zu finden und dort selbigen zu trinken. Es war schon etwas seltsam, denn wir fanden gleich um die Ecke die Haupteinkaufsmeile (wenn man meinem Führer glauben darf) und es war einfach nur wie ausgestorben. Auch für einen Samstagfrüh war wirklich nichts los; und das in der Hauptstadt mit ca. 1 Mio Einwohnern! Als wir dann der Rest eine Stunde später einsammelten, konnten wir gleich unsere erworbene Ortskenntnis unter Beweis stellen und besagtes Café wiederfinden. ;-)
Danach sind wir in aller Ruhe über den Parliament Hill gelaufen und haben uns die Parlamentsgebäude angesehen - nur von außen; in den begehbaren Turm wollten wir der schönen Aussicht halber erst später gehen in der Hoffnung, dass die Wolkendecke bis dahin aufreißt. A Propos Wolkendecke, es war doch die falsche Jacke, bzw. ich habe meinen Fleecepulli sehr vermisst, denn es war einfach nur windig und kalt.
Wir sind bereits auf dem Abstieg vom Parliament Hill dem ersten Sofa begegnet. Gestern war nämlich für die dortigen Scouts Sofarallye durch Ottawa angesagt. Dies ist ein Wettbewerb, bei dem die Scouts in kleinen Gruppen durch Ottawa ziehen und an 25 festgesetzten Punkten Fotos von sich und dem Sofa machen, Zusatzpunkte bekommen diejenigen, die Fremde auf ihrem Sofa sitzen haben. Ich glaube wir, oder je ein Teil von uns, saßen auf so etwas 5 Sofas an den verschiedensten Orten. ;-) Wenn die Jungs ihre Fotos vergleichen, werden sie damit bestimmt viel Spaß haben. Damit wussten wir immhin schon, dass wir so nach und nach die Sehenswürdigkeiten abklapperten. ;-) Unser Wahl des Weges war also nicht gänzlich falsch.
Obwohl oder gerade weil es kalt war und Ottawa nicht viel zu bieten hat (und das sage ich nicht, weil ich Ottawa nicht mag, sondern, na das steht am Ende...) sind wir an noch weiteren Regierungsgebäuden vorbei und bis zum Wohnsitz des kanadischen Premiers gegangen. Dort wohnt ihm gegenüber der Vertreter der englischen Queen in einem kleinen Herrensitz. Diesen erreicht man durch einen Park, in dem unter anderem viele Präsidenten, First Ladies u.ä. Ahornbäume gepflanzt haben; jeder nur einen, versteht sich. Dass auch Kanadier nicht vor Rechtschreibfehlern geschützt sind, sahen wir an einem der Tafeln zu Füßen eines der Ahornbäume: le reine Elisabeth. Ist das nicht schön? Karl hat das den Jungs von der Aufsicht mitgeteilt; er war wohl nicht der erste, der den Fehler bemerkt und sie darauf aufmerksam gemacht hat - geändert haben sie es trotzdem nicht. (muss ich das verstehen?)
Der Rückweg führte uns zu dem sehr belebten Markt, wo wir einen wunderbar amerikanischen Diner fanden - sehr lecker!!!
Der Rückweg zum Turm des Parlamentsgebäudes führte uns sogar manchmal durch Sonne. Tja, der Turm war zu als wir kamen und daher gabs erst mal eine Sonnensiesta, um eine Entscheidung zu treffen, wie es weitergeht und was wir uns noch ansehen wollen/ sollen/ dürfen/müssen. Doch auch das Blättern in drei Führern gab keine Ergebnisse mehr her: Wir hatten innerhalt von 6h(!) alles erlaufen.
Ursprünglich wollten wir ja noch abends in eine Kneipe gehen und das Nachtleben der Hauptstadt kennen lernen, aber das wurde dann kurzfristig anders entschieden und wir sind nach einem letzten Kaffee bzw. Tee wieder nach Montréal zurückgekehrt.
Dort haben wir dann immerhin noch einen sehr gemütlichen Pub kennen gelernt. Damit hatten wir doch noch einen entspannten, gemeinsamen Ausklang.
Danach sind wir in aller Ruhe über den Parliament Hill gelaufen und haben uns die Parlamentsgebäude angesehen - nur von außen; in den begehbaren Turm wollten wir der schönen Aussicht halber erst später gehen in der Hoffnung, dass die Wolkendecke bis dahin aufreißt. A Propos Wolkendecke, es war doch die falsche Jacke, bzw. ich habe meinen Fleecepulli sehr vermisst, denn es war einfach nur windig und kalt.
Wir sind bereits auf dem Abstieg vom Parliament Hill dem ersten Sofa begegnet. Gestern war nämlich für die dortigen Scouts Sofarallye durch Ottawa angesagt. Dies ist ein Wettbewerb, bei dem die Scouts in kleinen Gruppen durch Ottawa ziehen und an 25 festgesetzten Punkten Fotos von sich und dem Sofa machen, Zusatzpunkte bekommen diejenigen, die Fremde auf ihrem Sofa sitzen haben. Ich glaube wir, oder je ein Teil von uns, saßen auf so etwas 5 Sofas an den verschiedensten Orten. ;-) Wenn die Jungs ihre Fotos vergleichen, werden sie damit bestimmt viel Spaß haben. Damit wussten wir immhin schon, dass wir so nach und nach die Sehenswürdigkeiten abklapperten. ;-) Unser Wahl des Weges war also nicht gänzlich falsch.
Obwohl oder gerade weil es kalt war und Ottawa nicht viel zu bieten hat (und das sage ich nicht, weil ich Ottawa nicht mag, sondern, na das steht am Ende...) sind wir an noch weiteren Regierungsgebäuden vorbei und bis zum Wohnsitz des kanadischen Premiers gegangen. Dort wohnt ihm gegenüber der Vertreter der englischen Queen in einem kleinen Herrensitz. Diesen erreicht man durch einen Park, in dem unter anderem viele Präsidenten, First Ladies u.ä. Ahornbäume gepflanzt haben; jeder nur einen, versteht sich. Dass auch Kanadier nicht vor Rechtschreibfehlern geschützt sind, sahen wir an einem der Tafeln zu Füßen eines der Ahornbäume: le reine Elisabeth. Ist das nicht schön? Karl hat das den Jungs von der Aufsicht mitgeteilt; er war wohl nicht der erste, der den Fehler bemerkt und sie darauf aufmerksam gemacht hat - geändert haben sie es trotzdem nicht. (muss ich das verstehen?)
Der Rückweg führte uns zu dem sehr belebten Markt, wo wir einen wunderbar amerikanischen Diner fanden - sehr lecker!!!
Der Rückweg zum Turm des Parlamentsgebäudes führte uns sogar manchmal durch Sonne. Tja, der Turm war zu als wir kamen und daher gabs erst mal eine Sonnensiesta, um eine Entscheidung zu treffen, wie es weitergeht und was wir uns noch ansehen wollen/ sollen/ dürfen/müssen. Doch auch das Blättern in drei Führern gab keine Ergebnisse mehr her: Wir hatten innerhalt von 6h(!) alles erlaufen.
Ursprünglich wollten wir ja noch abends in eine Kneipe gehen und das Nachtleben der Hauptstadt kennen lernen, aber das wurde dann kurzfristig anders entschieden und wir sind nach einem letzten Kaffee bzw. Tee wieder nach Montréal zurückgekehrt.
Dort haben wir dann immerhin noch einen sehr gemütlichen Pub kennen gelernt. Damit hatten wir doch noch einen entspannten, gemeinsamen Ausklang.
Montag, 10. September 2007
Die erste Woche Uni und ich habe ein neues Lieblingslied!
So, da bin ich wieder. Ich habe heute (Montag) den letzten meiner Linguistikkurse kennen gelernt. Rate mal, wie der Prof heißt (so was habe ich auch noch nicht erlebt)... Beau ist sein Vorname - aber wenigstens gilt hier "nomen est omen". ;-)
Die Kurse erweisen sich alle als arbeitsaufwändig, aber sie machen auch Spaß und erscheinen mir sinnvoll.
Wie sieht also mein Stundenplan aus?
Mo: 9h30-12h30 Lexicologie und Lexicographie
Di: 9h30-12h30 Le francais du Québec
Mi: 9h30-12h30 Traduction: de l'anglais au francais, 14h-17h Phonétique
Do: 11h-12h Atelier Phonétique
Ist das nicht super? Mein Wochenende beginnt am Donnerstag Mittag! (abgesehen von den Hausaufgaben ;-))
Letze Woche waren außerdem zwei Kennenlernveranstaltungen: am Fr'abend vom Wohnheim aus und den gesamten Sa für les étudiants internationaux.
Es war sehr witzig; ich habe in erster Linie Franzosen kennen gelernt, denn hier im Wohnheim gibt es kaum andere Nationalitäten, oder sie waren nicht bei dem Abend und bei den internationalen Studierenden sowieso... ca. 90% der ausländischen Studenten kommen aus Frankreich; dann gibts noch einige Belgier, Mexikaner, Asiaten und am Sa waren wir tatsächlich 6 Deutsche!
Und das alles hat schon Früchte getragen (das Kennenlernen meine ich). Nach unserem Kurs heute bin ich mit Kati einen Kaffee im hiesigen Unicafé trinken gegangen und wer läuft an uns vorbei? Odile, also waren wir schon drei. Und einige Zeit später läuft Jan, ein Niederländer, den ich am Sa getroffen habe, an uns vorbei. Kaum retour am Wohnheim treffe ich wieder Jan und Pierre, Franzose (wie könnte es anders sein?).
Es ist witzig, die Franzosen untereinander, wenn sie sich noch nicht kennen, vergleichen natürlich als erstes ihre Dialekt und aus welcher Ecke Frankreichs sie kommen (gut, ich mache es mit Deutschen ja nicht anders ;-), aber es ist spannend, die französischen Dialekte zu hören).
Am Fr habe ich einen Franzosen mit einem unglaublichen Gespür für Dialekte getroffen; ihm zuzuhören war die Show schlechthin. Vor Lachen lag ich bald unterm Tisch - wäre ein Tisch in der Nähe gewesen... Über ihn habe ich auch den ersten Gaspésien meines Lebens getroffen und mich mit ihm unterhalten. Junge, junge der Dialekt ist wirklich breitestes québécois. Aber mit gutem Willen kommt man doch auf einen grünen Zweig. ;-) (nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht)
Gestern war ich mit Maike und ihrer Freundin unterwegs. Da musste ich doch glatt wieder englisch ausgraben, denn wir haben unterwegs auf dem Mont Royal einen Iren (und wie heißt er??? Sean.) aufgegabelt, der bei Maike im Hostel wohnt. Tja, und damit war's natürlich aus und vorbei mit dem Tag, an dem es mehr oder minder genügt deutsch zu können.
So, und wie bin ich jetzt zu meinem neuen Lieblingslied gekommen? Ich habe es schon letzte Woche bei Odile gehört und am Sa wieder. Tja, und schon war's um mich geschehen. ;-) Damit du weißt, wovon ich rede: "Les étoiles filantes" von den "Cowboys fringants". Die Cowboys fringants sind eine Gruppe aus dem Québec und machen wirklich gute Musik.
Und damit verabschiede ich mich für heute. Bis zum nächsten Mal...
Die Kurse erweisen sich alle als arbeitsaufwändig, aber sie machen auch Spaß und erscheinen mir sinnvoll.
Wie sieht also mein Stundenplan aus?
Mo: 9h30-12h30 Lexicologie und Lexicographie
Di: 9h30-12h30 Le francais du Québec
Mi: 9h30-12h30 Traduction: de l'anglais au francais, 14h-17h Phonétique
Do: 11h-12h Atelier Phonétique
Ist das nicht super? Mein Wochenende beginnt am Donnerstag Mittag! (abgesehen von den Hausaufgaben ;-))
Letze Woche waren außerdem zwei Kennenlernveranstaltungen: am Fr'abend vom Wohnheim aus und den gesamten Sa für les étudiants internationaux.
Es war sehr witzig; ich habe in erster Linie Franzosen kennen gelernt, denn hier im Wohnheim gibt es kaum andere Nationalitäten, oder sie waren nicht bei dem Abend und bei den internationalen Studierenden sowieso... ca. 90% der ausländischen Studenten kommen aus Frankreich; dann gibts noch einige Belgier, Mexikaner, Asiaten und am Sa waren wir tatsächlich 6 Deutsche!
Und das alles hat schon Früchte getragen (das Kennenlernen meine ich). Nach unserem Kurs heute bin ich mit Kati einen Kaffee im hiesigen Unicafé trinken gegangen und wer läuft an uns vorbei? Odile, also waren wir schon drei. Und einige Zeit später läuft Jan, ein Niederländer, den ich am Sa getroffen habe, an uns vorbei. Kaum retour am Wohnheim treffe ich wieder Jan und Pierre, Franzose (wie könnte es anders sein?).
Es ist witzig, die Franzosen untereinander, wenn sie sich noch nicht kennen, vergleichen natürlich als erstes ihre Dialekt und aus welcher Ecke Frankreichs sie kommen (gut, ich mache es mit Deutschen ja nicht anders ;-), aber es ist spannend, die französischen Dialekte zu hören).
Am Fr habe ich einen Franzosen mit einem unglaublichen Gespür für Dialekte getroffen; ihm zuzuhören war die Show schlechthin. Vor Lachen lag ich bald unterm Tisch - wäre ein Tisch in der Nähe gewesen... Über ihn habe ich auch den ersten Gaspésien meines Lebens getroffen und mich mit ihm unterhalten. Junge, junge der Dialekt ist wirklich breitestes québécois. Aber mit gutem Willen kommt man doch auf einen grünen Zweig. ;-) (nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht)
Gestern war ich mit Maike und ihrer Freundin unterwegs. Da musste ich doch glatt wieder englisch ausgraben, denn wir haben unterwegs auf dem Mont Royal einen Iren (und wie heißt er??? Sean.) aufgegabelt, der bei Maike im Hostel wohnt. Tja, und damit war's natürlich aus und vorbei mit dem Tag, an dem es mehr oder minder genügt deutsch zu können.
So, und wie bin ich jetzt zu meinem neuen Lieblingslied gekommen? Ich habe es schon letzte Woche bei Odile gehört und am Sa wieder. Tja, und schon war's um mich geschehen. ;-) Damit du weißt, wovon ich rede: "Les étoiles filantes" von den "Cowboys fringants". Die Cowboys fringants sind eine Gruppe aus dem Québec und machen wirklich gute Musik.
Und damit verabschiede ich mich für heute. Bis zum nächsten Mal...
Montag, 3. September 2007
Der letzte freie Tag, bevor die Kurse starten
Gestern, am Sonntag war ich nachmittags mit Kati im Musée des Beaux Arts. Es war eine interessante Mischung aus europäischen (also uns zum Teil bekannten) und kanadischen Malern. Daneben gab es auch einige Skulpturen zu entdecken und natürlich so moderne Kunst, dass sie bei mir auf völliges Unverständnis trifft und ich nur entscheide, ob es mir gefällt oder eben nicht. ;-) Und auch sehr interessant: es gab eine Ausstellung der Streamline-Moderne; das ist eine Art Art Deko, also Alltagsgegenstände, wie Stühle, Sofas, Bohrmaschinen, PC, Fotoapparat und ein richtig schönes Motorrad. Das macht wirklich Spaß.
Fotos gibt es in diesem Fall nur von außen und die Architektur von dem zweiten Gebäude. Das Museum befindet sich auf beiden Straßenseiten und unterirdisch gelangt man von dem einen zum anderen Teil. Das fand ich ein neues Konzept, aber wahrscheinlich ist aus Platzmangel erwachsen. ;-)
Am Abend bin ich mit Kati auf der Prince Arthur Street etwas trinken gegangen. Da fühlt man sich wirklich wie in Europa: eine niedliche Fußgängerzone. Alle Cafés und Restaurants haben Tische auf der Straße und es ist sehr gut besucht. Ich habe es lange nicht mehr gesehen, dass Restaurants und Kneipen so geballt in einigen Straßen auftreten. Hier gibt es dann wirklich eine Straße, in der sich eine Kneipe an die andere reiht.
Danach haben wir uns dann noch den grandiosen spanischen Film "Habla con ella" angesehen. Sehr gut und ziemlich traurig. So wie das Leben eben sein kann.
Heute dachte ich einen kleinen Spaziergang zum Westmount zu machen und euch mit ganz vielen Fotos von den europäisch wirkenden Häusern zu versorgen. Ersteres habe ich getan, letzteres scheiterte an dem leeren Akku meines Fotoapparates. ;-) Es sieht dort ein wenig aus, wie in England mit kleinen dreistöckigen Häusern; so, wie die Straße, die ich auf dem Weg zum Museum fotografiert habe.
Da ich schon so schnell dort war, habe ich den Weg bis zum Oratorium St. Joseph verlängert (damit ihr euch ein Bild davon machen könnt und ich ja nun keins machen konnte: http://fr.wikipedia.org/wiki/Oratoire_St-Joseph). Das hat sich dann schon ein wenig gezogen... zumal der Fußgängerweg durchaus ein paar Male im Nichts endete und ich mich dann mitten auf einer 6-spurigen Straße wiederfand. Wie ihr aber seht, habe ich es auch heile zurück geschafft. ;-)
Den letzten Kilometer habe ich in Begleitung eines Amerikaners verbracht; er war auch auf der Suche nach dem Weg zum Oratorium. in jedem Fall haben wir uns sehr nett unterhalten, das Oratorium getrennt besichtigt, da er ganz viele Fotos von allem machen wollte. ;-) Junge, Junge, es war ganz schön schwierig, mein Englisch wieder auszupacken. Meist sind mir die Wörter auf Französisch eingefallen, aber das verstand er ja nun nicht.
Neben der Basilika, die wirklich beeindruckend ist, gibt es dort auch einen schön angelegten Park, in dem die Leidensgeschichte Christi mit Skulpturen dargestellt ist.
Auf dem Rückweg habe ich erstmal verzweifelt eine Bank gesucht, um meine Füße zu entlasten. Die habe ich zwar nicht gefunden, dafür aber einen Kaffee zum Minehmen, in dessen guter Begleitung ich mir den angrenzenden großen Friedhof angesehen habe (hier habe ich nur eine einzige Bank gesehen und die war natürlich besetzt!). Naja, den ganzen Friedhof habe ich nun auch wieder nicht nach einer Bank abgesucht; ich habe nur einen kleinen Teil gesehen, denn er zieht sich über den halben Mont Royal. Daher gibt es dort auch Straßen und man scheint hier per Auto zum gewünschten Grab zu fahren. Die Gräber, die ich gesehen habe, haben mich dadurch überrascht, dass die meisten nur mit Gras bepflanzt waren. Auf den wenigsten sah ich Blumen oder sonstige Beete. Für seine Größe hat er eindeutig zu wenig Ein- und Ausgänge. Ich hatte nämlich irgendwann die Wahl (laut zwei Damen) wieder zurück zu gehen, oder ihn gesamt zu gehen und auf der anderen Seite des Berges (Outremont) wieder die Stadt zu betreten. Ich bin dann umgedreht; Faulheit siegt. ;-) Ich habe allerdings den Verdacht, dass es auch noch eine Möglichkeit vom Friedhof zum Park auf dem Berg zu kommen. Doch dem wollte ich nicht auf gut Glück nachgehen. ;-) Hinterher wäre ich weiter eine muntere Stunde auf qualmenden Füßen durch die Gegend gelaufen...
So, und jetzt bin ich ziemlich platt und wieder in meinem Zimmer.
Wenn ihr Glück habt, raffe ich mich heute Abend noch mal auf, nehme den Fotoapparat und mache Bilder vom Hafen bei abendlicher Beleutung.
Fotos gibt es in diesem Fall nur von außen und die Architektur von dem zweiten Gebäude. Das Museum befindet sich auf beiden Straßenseiten und unterirdisch gelangt man von dem einen zum anderen Teil. Das fand ich ein neues Konzept, aber wahrscheinlich ist aus Platzmangel erwachsen. ;-)
Am Abend bin ich mit Kati auf der Prince Arthur Street etwas trinken gegangen. Da fühlt man sich wirklich wie in Europa: eine niedliche Fußgängerzone. Alle Cafés und Restaurants haben Tische auf der Straße und es ist sehr gut besucht. Ich habe es lange nicht mehr gesehen, dass Restaurants und Kneipen so geballt in einigen Straßen auftreten. Hier gibt es dann wirklich eine Straße, in der sich eine Kneipe an die andere reiht.
Danach haben wir uns dann noch den grandiosen spanischen Film "Habla con ella" angesehen. Sehr gut und ziemlich traurig. So wie das Leben eben sein kann.
Heute dachte ich einen kleinen Spaziergang zum Westmount zu machen und euch mit ganz vielen Fotos von den europäisch wirkenden Häusern zu versorgen. Ersteres habe ich getan, letzteres scheiterte an dem leeren Akku meines Fotoapparates. ;-) Es sieht dort ein wenig aus, wie in England mit kleinen dreistöckigen Häusern; so, wie die Straße, die ich auf dem Weg zum Museum fotografiert habe.
Da ich schon so schnell dort war, habe ich den Weg bis zum Oratorium St. Joseph verlängert (damit ihr euch ein Bild davon machen könnt und ich ja nun keins machen konnte: http://fr.wikipedia.org/wiki/Oratoire_St-Joseph). Das hat sich dann schon ein wenig gezogen... zumal der Fußgängerweg durchaus ein paar Male im Nichts endete und ich mich dann mitten auf einer 6-spurigen Straße wiederfand. Wie ihr aber seht, habe ich es auch heile zurück geschafft. ;-)
Den letzten Kilometer habe ich in Begleitung eines Amerikaners verbracht; er war auch auf der Suche nach dem Weg zum Oratorium. in jedem Fall haben wir uns sehr nett unterhalten, das Oratorium getrennt besichtigt, da er ganz viele Fotos von allem machen wollte. ;-) Junge, Junge, es war ganz schön schwierig, mein Englisch wieder auszupacken. Meist sind mir die Wörter auf Französisch eingefallen, aber das verstand er ja nun nicht.
Neben der Basilika, die wirklich beeindruckend ist, gibt es dort auch einen schön angelegten Park, in dem die Leidensgeschichte Christi mit Skulpturen dargestellt ist.
Auf dem Rückweg habe ich erstmal verzweifelt eine Bank gesucht, um meine Füße zu entlasten. Die habe ich zwar nicht gefunden, dafür aber einen Kaffee zum Minehmen, in dessen guter Begleitung ich mir den angrenzenden großen Friedhof angesehen habe (hier habe ich nur eine einzige Bank gesehen und die war natürlich besetzt!). Naja, den ganzen Friedhof habe ich nun auch wieder nicht nach einer Bank abgesucht; ich habe nur einen kleinen Teil gesehen, denn er zieht sich über den halben Mont Royal. Daher gibt es dort auch Straßen und man scheint hier per Auto zum gewünschten Grab zu fahren. Die Gräber, die ich gesehen habe, haben mich dadurch überrascht, dass die meisten nur mit Gras bepflanzt waren. Auf den wenigsten sah ich Blumen oder sonstige Beete. Für seine Größe hat er eindeutig zu wenig Ein- und Ausgänge. Ich hatte nämlich irgendwann die Wahl (laut zwei Damen) wieder zurück zu gehen, oder ihn gesamt zu gehen und auf der anderen Seite des Berges (Outremont) wieder die Stadt zu betreten. Ich bin dann umgedreht; Faulheit siegt. ;-) Ich habe allerdings den Verdacht, dass es auch noch eine Möglichkeit vom Friedhof zum Park auf dem Berg zu kommen. Doch dem wollte ich nicht auf gut Glück nachgehen. ;-) Hinterher wäre ich weiter eine muntere Stunde auf qualmenden Füßen durch die Gegend gelaufen...
So, und jetzt bin ich ziemlich platt und wieder in meinem Zimmer.
Wenn ihr Glück habt, raffe ich mich heute Abend noch mal auf, nehme den Fotoapparat und mache Bilder vom Hafen bei abendlicher Beleutung.
Sonntag, 2. September 2007
Wer findet den chien chaud?
Die Sphäre auf der Ile Ste-Hélène
La Rentrée, Ile Ste-Hélène und Ile Notre Dame, le Jardin Botanique oder was ist bitte ein "chien chaud" oder ein "stüüt"?
So, ich war also wie angeküdigt bei La Rentrée, der Einführungsveranstaltung dieser Uni für alle Neuenkömmlinge. Als erstes wurden wir alle aus dem Fachbereich Science Humaine vom Doyen begrüßt. Das fing schon mal gut an, weil der gute Mann leider nur selten direkt in sein Mikro gesprochen hat. Na, und dann war das die erste große Herausforderung auf québécois. Aber, da er uns nur den Aufbau der Uni und des Fachbereichs vorgestellt hat, hielt sich das Unverständnis meinerseits in Grenzen. ;-) Kati erlitt das gleiche Schicksal wie ich - sie saß neben mir und hatte genauso viel Spaß wie ich an der Rede. Immerhin, wir wurden sehr anstädnig begrüßt.
Danach gab es dann eine Führung durch den unterirdischen Teil der Uni. Ich hatte mich ja dort auch schon umgesehen und von daher werde ich mich dort wohl nicht verlaufen. ;-) Verpasst hätte man allerdings auch nichts bei La Rentrée, wenn man mit Abwesenheit geglänzt hätte. Aber das konnte ich ja vorher nicht ahnen. Wie dem auch sei, ein weiterer Punkt meiner To-Do-Liste ist abgehakt. ;-)
Abends habe ich mir dann mit Kati und Rafael, meinem französischen Mitbewohner, einen Film von Truffaut angesehen - wie immer open air. Es war sehr nett und meine Hoffnungen erfüllen sich, dass ich hier auch Franzosen kennen lernen werde. Es ist unglaublich, aber die meisten Austauschstudenten sind??? Genau, Franzosen. Also, keine Bange, es besteht noch Hoffnung, dass ich hinterher nicht nur québécois und ein bisschen belgisch rede. ;-)
Tags darauf bin ich mit Odile zu den beiden vorgelagerten Inseln Ile Ste-Hélène und Ile Notre Dame gefahren; man kann per Metro auf erstere fahren und dann auf die zweite 'rüberlaufen. Es war sehr schön und wir haben die erste Hälfte der ersten erlaufen; unter anderem waren wir IN der Sphäre und auf der zweiten sind wir eine Weile auf dem Circuit Gilles-Villeneuve gelaufen und entlang des Bassin d'Aviron. Dann haben wir ein Päuschen gemacht und ich habe den ersten "chien chaud" gesehen; ich dachte immer das sei ein schlechter Witz, aber nein, es existiert tatsächlich!
Auf dem Weg habe ich auch ein wenig belgisch gelernt. Wer kann mir sagen, wer oder was eine cocoteuse, eine cotte und ein stüüt ist? Also, eine cocoteuse = collocatrice, une cotte = l'app. où on vit avec ses collocateurs und ein stüüt = qch. qui ne va pas. ;-) Ihr seht, ich bilde mich weiter und fange auch bald der Bequemlichkeit halber an mit septante und nonante zu zählen. ;-)
Ja, und gestern war ich mit Odile im Jardin Botanique. Da wir nicht wussten, wann der Park schließt, haben wir einen der Minibahnfahrer gefragt. Er kommt aus Portugal und hat uns erklärt, welchen Weg wir am Besten durch den Park nehmen, damit wir alles Wichtige sehen und nichts vergessen. Nicht dass uns hinterher jemand fragt: Ah, du warst im botanischen Garten, hast du denn auch ... gesehen? und wir verneinen müssen. ;-) Er war wirklich sehr um uns besorgt und fragt jedesmal, wenn er an uns vorbeifuhr, ob denn auch alles zu unserer Zufriedenheit sei.
Für alle Blumenliebhaber, es lohnt sich einen Blick in das zugehörige Album zu werfen. ;-) Der Garten ist wirklich unglaublich groß und beherbergt unter anderem den größten chinesischen Garten außerhalb Chinas. Ich habe hier auch zum ersten Mal einen Steingarten gesehen. Der japanische Garten ist wie der chinesische sehr schön, doch es lohnt sich auch bis ans andere Ende des Parks zu laufen oder fahren und sich die nordamerikanischen Bonsais anzusehen. Es ist ja unglaublich, wie alt die zum Teil sind. Der älteste, den sie je hatten, ist mit 600 Jahren gestorben.
Der Park ist wirklich unglaublich schön mit den verschiedensten Sorten Pflanzen und Teichen. Es gibt auch einen kleinen Rundgang, bei dem man die Pflanzen erfühlen und beschnuppern darf. Natürlich findet man hier alle Kräuter, aber auch Pflanzen mit überaus witzigen Namen, etwa dem oreille de chèvre (Ziegenohr) oder dem queue d'écureuil (Eichhörnchenschwanz). Ja, Eichhörnchen gibt es auch dort wie Sand am Meer. ;-)
Als wir dann abends mit der Metro zurückfahren wollten, musste sich Odile noch eine Fahrkarte kaufen. Der zuständige Mensch war aber gerade nicht da, dafür zwei Polzisten. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt, sie waren wirklich sehr entgegenkommend und sagten nur, na, dann fahrt jetzt mal so und bei der nächsten Gelegenheit kauft ihr euch dann ein Ticket. Das nenne ich mal sympathisch!
Von der ganzen Lauferei war ich so erschlagen, dass ich gestern Abend mal einfach nichts mehr gemacht habe (doch für euch die Bilder ins Netz gestellt samt Kommentar) und dann ins Bett gefallen bin. Mal sehen, was ich heute machen werde...
A tantôt.
Danach gab es dann eine Führung durch den unterirdischen Teil der Uni. Ich hatte mich ja dort auch schon umgesehen und von daher werde ich mich dort wohl nicht verlaufen. ;-) Verpasst hätte man allerdings auch nichts bei La Rentrée, wenn man mit Abwesenheit geglänzt hätte. Aber das konnte ich ja vorher nicht ahnen. Wie dem auch sei, ein weiterer Punkt meiner To-Do-Liste ist abgehakt. ;-)
Abends habe ich mir dann mit Kati und Rafael, meinem französischen Mitbewohner, einen Film von Truffaut angesehen - wie immer open air. Es war sehr nett und meine Hoffnungen erfüllen sich, dass ich hier auch Franzosen kennen lernen werde. Es ist unglaublich, aber die meisten Austauschstudenten sind??? Genau, Franzosen. Also, keine Bange, es besteht noch Hoffnung, dass ich hinterher nicht nur québécois und ein bisschen belgisch rede. ;-)
Tags darauf bin ich mit Odile zu den beiden vorgelagerten Inseln Ile Ste-Hélène und Ile Notre Dame gefahren; man kann per Metro auf erstere fahren und dann auf die zweite 'rüberlaufen. Es war sehr schön und wir haben die erste Hälfte der ersten erlaufen; unter anderem waren wir IN der Sphäre und auf der zweiten sind wir eine Weile auf dem Circuit Gilles-Villeneuve gelaufen und entlang des Bassin d'Aviron. Dann haben wir ein Päuschen gemacht und ich habe den ersten "chien chaud" gesehen; ich dachte immer das sei ein schlechter Witz, aber nein, es existiert tatsächlich!
Auf dem Weg habe ich auch ein wenig belgisch gelernt. Wer kann mir sagen, wer oder was eine cocoteuse, eine cotte und ein stüüt ist? Also, eine cocoteuse = collocatrice, une cotte = l'app. où on vit avec ses collocateurs und ein stüüt = qch. qui ne va pas. ;-) Ihr seht, ich bilde mich weiter und fange auch bald der Bequemlichkeit halber an mit septante und nonante zu zählen. ;-)
Ja, und gestern war ich mit Odile im Jardin Botanique. Da wir nicht wussten, wann der Park schließt, haben wir einen der Minibahnfahrer gefragt. Er kommt aus Portugal und hat uns erklärt, welchen Weg wir am Besten durch den Park nehmen, damit wir alles Wichtige sehen und nichts vergessen. Nicht dass uns hinterher jemand fragt: Ah, du warst im botanischen Garten, hast du denn auch ... gesehen? und wir verneinen müssen. ;-) Er war wirklich sehr um uns besorgt und fragt jedesmal, wenn er an uns vorbeifuhr, ob denn auch alles zu unserer Zufriedenheit sei.
Für alle Blumenliebhaber, es lohnt sich einen Blick in das zugehörige Album zu werfen. ;-) Der Garten ist wirklich unglaublich groß und beherbergt unter anderem den größten chinesischen Garten außerhalb Chinas. Ich habe hier auch zum ersten Mal einen Steingarten gesehen. Der japanische Garten ist wie der chinesische sehr schön, doch es lohnt sich auch bis ans andere Ende des Parks zu laufen oder fahren und sich die nordamerikanischen Bonsais anzusehen. Es ist ja unglaublich, wie alt die zum Teil sind. Der älteste, den sie je hatten, ist mit 600 Jahren gestorben.
Der Park ist wirklich unglaublich schön mit den verschiedensten Sorten Pflanzen und Teichen. Es gibt auch einen kleinen Rundgang, bei dem man die Pflanzen erfühlen und beschnuppern darf. Natürlich findet man hier alle Kräuter, aber auch Pflanzen mit überaus witzigen Namen, etwa dem oreille de chèvre (Ziegenohr) oder dem queue d'écureuil (Eichhörnchenschwanz). Ja, Eichhörnchen gibt es auch dort wie Sand am Meer. ;-)
Als wir dann abends mit der Metro zurückfahren wollten, musste sich Odile noch eine Fahrkarte kaufen. Der zuständige Mensch war aber gerade nicht da, dafür zwei Polzisten. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt, sie waren wirklich sehr entgegenkommend und sagten nur, na, dann fahrt jetzt mal so und bei der nächsten Gelegenheit kauft ihr euch dann ein Ticket. Das nenne ich mal sympathisch!
Von der ganzen Lauferei war ich so erschlagen, dass ich gestern Abend mal einfach nichts mehr gemacht habe (doch für euch die Bilder ins Netz gestellt samt Kommentar) und dann ins Bett gefallen bin. Mal sehen, was ich heute machen werde...
A tantôt.
Donnerstag, 30. August 2007
Montréal ist klein...
Gestern habe ich es tatsächlich nach mehreren Anläufen geschafft, erst die Uni zu erkunden - alle Gebäude sind unterkellert, und dann auch noch den Parc La Fontaine.
Die Uni ist wirklich antjesicher: man kann sich nicht verlaufen! alles besten ausgeschildert. ;-)
Außerdem habe ich eine weitere Karte meinem Portemonnaie beigefügt: die carte coop. Damit erhalte ich eine ultimative Ermäßigung von immerhin 15% in vier Büchereien und Papiergeschäften. Aber immerhin werben sie damit, dass es eine Karte für das Leben ist. Jetzt habe ich also in meine Zukunft investiert.
Der Park hat sich leider nicht allzu groß und beeindruckend erwiesen; dafür ist er sehr gut zum
Lesen geeignet. Und wie überall gibt es Eichhörnchen ohne Ende: die großen Grauen. Sie sind sehr die Menschen gewöhnt: d.h. sie kommen, wenn man sie lockt, aber sie trauen sich nicht in die direkte Reichweite.
Und jetzt kommt das Beste: als ich den Park verlassen habe, treffe ich wen? Natürlich Kati! Nach einem gemeinsamen Kaffee sind wir dann noch mal in den Park gegangen und danach lecker essen im Quartier Latin (kl Studentenviertel direkt an der Uni). Damit haben wir gemeinsam auch den Regenguss gut überlebt ( im Trockenen!).
Neueste Neuigkeit: ich habe Probleme einen geraden deutschen Satz zu sprechen. Im Gespräch mit Kati hatte ich immer mal wieder französische Wörter drinnen. ;-) Das bain linguistique zeigt erste Auswirkungen...
So, mich erwartet heute la rentrée.
Die Uni ist wirklich antjesicher: man kann sich nicht verlaufen! alles besten ausgeschildert. ;-)
Außerdem habe ich eine weitere Karte meinem Portemonnaie beigefügt: die carte coop. Damit erhalte ich eine ultimative Ermäßigung von immerhin 15% in vier Büchereien und Papiergeschäften. Aber immerhin werben sie damit, dass es eine Karte für das Leben ist. Jetzt habe ich also in meine Zukunft investiert.
Der Park hat sich leider nicht allzu groß und beeindruckend erwiesen; dafür ist er sehr gut zum
Lesen geeignet. Und wie überall gibt es Eichhörnchen ohne Ende: die großen Grauen. Sie sind sehr die Menschen gewöhnt: d.h. sie kommen, wenn man sie lockt, aber sie trauen sich nicht in die direkte Reichweite.
Und jetzt kommt das Beste: als ich den Park verlassen habe, treffe ich wen? Natürlich Kati! Nach einem gemeinsamen Kaffee sind wir dann noch mal in den Park gegangen und danach lecker essen im Quartier Latin (kl Studentenviertel direkt an der Uni). Damit haben wir gemeinsam auch den Regenguss gut überlebt ( im Trockenen!).
Neueste Neuigkeit: ich habe Probleme einen geraden deutschen Satz zu sprechen. Im Gespräch mit Kati hatte ich immer mal wieder französische Wörter drinnen. ;-) Das bain linguistique zeigt erste Auswirkungen...
So, mich erwartet heute la rentrée.
Dienstag, 28. August 2007
Der zweite Dienstag
Nachdem ich jetzt alle Formalitäten glücklich hinter mich gebracht habe, erwartet mich am Donnerstag nur noch eine Einführung vom Fachbereich. Dann kann ich mich auch endlich für den Sport anmelden. Juchu!!! Ich habe nämlich praktischerweise direkt im Haus nebenan das Centre sportif - und das will genutzt werden. Ich habe doch nicht meine Sportsachen umsonst mitgebracht oder? Nicht dass es mir mit denen so geht, wie mit den Schnellheftern...ich war natürlich so schlau und habe DIN A4 Hefter dabei. Dumm nur, dass das Papierformat überall in der Welt DIN A4 ist, bis auf ... Nordamerika, ist doch klar. Na, aber wenn das alles ist...kann ich mich ja nicht beschweren, oder?
Gestern war ich mit meiner Mitkasselerin, Kati, unterwegs. Wie schön es doch ist, sich in aller Ruhe auf deutsch unterhalten zu können; ganz ohne lästiges Vokabelsuchen oder -erfragen.
Wie haben natürlich das festival des films du monde ausgenutzt und uns umsonst und draußen einen Film aus dem Québec angesehen: eine Mischung aus Brokeback Mountain und My big fat greek wedding. ;-) Trotz Verständnisproblemen auf Seiten der Sprache, dank überschaubarer Handlung gut zu verstehen.
Das umsonst-und-draußen-Filme-sehen ist wirklich eine gute Sache. ;-) Am Sonntag habe ich damit erst mal eine Bildungslücke gefüllt: es gab Das Boot. (ja, auf deutsch; alle Filme sind im Orignalton)
Am Nachmittag habe ich mich mal wieder eine Runde in den unterirdischen Einkaufszentren verlaufen. ;-) Es ist wirklich unglaublich, aber auf mehreren Etagen kann man dort viel Geld lassen und km zurücklegen. Das ist alles sehr schick und einfach nur groß!
So, jetzt werde ich eine belgische Bekannte überreden, mit mir zu einem Park in der Nähe zu laufen...bei dem Wetter muss man einfach raus. Wie haben immerhin seitdem ich hier bin nur einmal Regen gehabt und ansonsten um die 25°.
Ich schicke ein paar Sonnenstrahlen nach Deutschland...
Gestern war ich mit meiner Mitkasselerin, Kati, unterwegs. Wie schön es doch ist, sich in aller Ruhe auf deutsch unterhalten zu können; ganz ohne lästiges Vokabelsuchen oder -erfragen.
Wie haben natürlich das festival des films du monde ausgenutzt und uns umsonst und draußen einen Film aus dem Québec angesehen: eine Mischung aus Brokeback Mountain und My big fat greek wedding. ;-) Trotz Verständnisproblemen auf Seiten der Sprache, dank überschaubarer Handlung gut zu verstehen.
Das umsonst-und-draußen-Filme-sehen ist wirklich eine gute Sache. ;-) Am Sonntag habe ich damit erst mal eine Bildungslücke gefüllt: es gab Das Boot. (ja, auf deutsch; alle Filme sind im Orignalton)
Am Nachmittag habe ich mich mal wieder eine Runde in den unterirdischen Einkaufszentren verlaufen. ;-) Es ist wirklich unglaublich, aber auf mehreren Etagen kann man dort viel Geld lassen und km zurücklegen. Das ist alles sehr schick und einfach nur groß!
So, jetzt werde ich eine belgische Bekannte überreden, mit mir zu einem Park in der Nähe zu laufen...bei dem Wetter muss man einfach raus. Wie haben immerhin seitdem ich hier bin nur einmal Regen gehabt und ansonsten um die 25°.
Ich schicke ein paar Sonnenstrahlen nach Deutschland...
Montag, 27. August 2007
Blick vom Mont Royal
Erste Woche in Kanada
So, meine Lieben, jetzt bin ich auch schon seit fast einer Woche in Kanada und habe mich soweit ganz gut eingerichtet.
Nachdem ich mein Zimmer mit Decke, Kissen, Topf nachgerüstet habe, kann ich hier sehr gut leben. Euch alle habe ich an die Wand geklebt, so dass ich Euch immer sehen kann. Außerdem verleiht das dem Zimmer den Geschmack, dass es zu mir gehört... ;-)
Mitbewohner habe ich bisher noch keine, dafür aber eine sympathische Belgierin im gleichen Haus. Zusammen oder auch alleine habe ich schon einen guten Teil der Innenstadt erkundet. Zum glücl lässt sich alles gut erlaufen. So war ich schon auf dem MontRoyal - die Aussicht lohnt sich, trotz Schwüle (gibt es das Wort überhaupt???). Am Hafen war ich natürlich auch schon und im Vieux Montréal. Es ist witzig, was hier unter "Alt" läuft. ;-) Nicht zu vergleichen mit Europa, oder?
So, seit heute habe ich auch meine Carte étudiante - überlebensnotwendig!! Damit hat man nämlich Zugang zu fast allem; angefangen bei der Bib, dem Sport, ...
So, jetzt verabschiede ich mich erst mal, muss doch noch mal in die Stadt und mich noch etwas ausstatten...
Nachdem ich mein Zimmer mit Decke, Kissen, Topf nachgerüstet habe, kann ich hier sehr gut leben. Euch alle habe ich an die Wand geklebt, so dass ich Euch immer sehen kann. Außerdem verleiht das dem Zimmer den Geschmack, dass es zu mir gehört... ;-)
Mitbewohner habe ich bisher noch keine, dafür aber eine sympathische Belgierin im gleichen Haus. Zusammen oder auch alleine habe ich schon einen guten Teil der Innenstadt erkundet. Zum glücl lässt sich alles gut erlaufen. So war ich schon auf dem MontRoyal - die Aussicht lohnt sich, trotz Schwüle (gibt es das Wort überhaupt???). Am Hafen war ich natürlich auch schon und im Vieux Montréal. Es ist witzig, was hier unter "Alt" läuft. ;-) Nicht zu vergleichen mit Europa, oder?
So, seit heute habe ich auch meine Carte étudiante - überlebensnotwendig!! Damit hat man nämlich Zugang zu fast allem; angefangen bei der Bib, dem Sport, ...
So, jetzt verabschiede ich mich erst mal, muss doch noch mal in die Stadt und mich noch etwas ausstatten...
Abonnieren
Posts (Atom)







