Nachdem ich mich wirklich lange nicht mehr gemeldet habe, gibt's jetzt endlich langerwartete Neuigkeiten... ich verspreche von vorneherein keinen erschoepfenden, aber doch einen ueberblicksartigen Auf-den-neuesten-Stand-bring-Post. Na dann mal los...
Privates:
Das Wichtigste zuerst und das ist auch gleich der Grund, weswegen ich in letzter Zeit nicht geschrieben habe... Der Grund ist 1,90 cm gross, schwerer als ich, witzig, québécois, heisst Pier-Luc und ist - na, wer haette das gedacht? - mein Traummann. Warum habe ich also nicht geschrieben? Na, weil wir viel Zeit zusammen verbracht haben und da blieb sie dann also nicht mehr in ausreichender Menge, um meinen Blog weiterzufuehren. ;-)
Und das Beste ist, dass er sich auch super mit Odile und Raph versteht, so dass wir immer sehr viel Spass haben, gleich in welcher Runde wir zusammensitzen (was sehr oft passiert... ;-))
Das grosse Familie-Kennenlernen habe ich auch schon erfolgreich hinter mich gebracht - puh! Nein, so schlimm war's jetzt auch wieder nicht. . ;-) Sie sind alle sehr sympathisch und ich werde Weihnachten und Sylvester hier bei ihnen verbringen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das wird und verspreche dann auch meinen Blog wieder aufzufrischen. ;-) Die Dekoration steht schon seit Ende November - daran wird's also nicht scheitern.
Immerhin, fuer weisse Weihnachten ist gesorgt: zur Zeit liegen schon so um die 50cm Schnee und diesen So soll's Neuschnee geben. Damit wird es aber zumindest noch nicht ernsthaft kalt. Klar, so um die -18 Grad Celsius haben wir hier schon nachts, aber tagsueber ist es doch auch noch fuer Mitteleuropaeer wie mich auszuhalten.
Ich freue mich schon auf Schlittschuh laufen und auf Wanderungen mit Schneeschuhen! Jetzt habe ich ja erst mal drei Wochen Ferien unter Vernachlaessigung der letzten Klausur, die Mo anstent. ;-) Na, und da werde ich mit Pier-Luc, Odile, Tati und Co natuerlich ein wenig was unternehmen... versteht sich.
Na, und dann hatte ich vor zwei Wochen Besuch aus der Heimat. Papa war fuer ein Wochenende hier und wir konnten in Ruhe miteinander reden, Kaffee trinken, essen, ... Auf dem Weg hat Papa dann auch Odile, Raph und Pier-Luc kennen gelernt und ich mein englisch wieder ausgepackt... da Papa nicht ausreichend franzoesisch spricht, um sich mit einer Belgierin oder einem Québécois entspannt zu unterhalten (zumal letzterer auch wirklich schnell spricht !!!), war englisch lingua franca - fuer keinen von uns Muttersprache und damit die erste Gemeinsamkeit. ;-)
Es war unheimlich schoen, dass Papa da war! Und Glueck mit dem Wetter hat er gehabt, denn er war gerade vor dem zweiten grossen Schneefall wieder im Flugzeug. Kaum war er weg, hat es zwei Tage lang durchgeschneit! Ich sage Dir, ich war sehr froh, um meine dicken Stiefel!!! bei kniehohem Schnee!
Halloween:
Ja, natuerlich, am 31. Oktober war Halloween!!! Und daher gab's einen Halloweenumzug am WE vor dem 31. Und um uns gebuehrend darauf einzustimmen, haben wir den Tag mit einem Weisswurstfruehstueck begonnen. Sprich bei Viola gabs einen deutschen Vormittag ab 11h mit Deutschen, Niederlaendern, Franzosen. Es war sehr witzig und auch kulinarisch nicht zu verachten: die Brezeln waren selbstgemacht (daher ohne Lauge, aber mit umsomehr Muehe - ein grosses Dankeschoen an Michael), die Wuerste gut (wenn auch die Konsistenz etwas ungewohnt), das Bier kann ich nicht beurteilen, weil nicht probiert und der Senf ziemlich suess. Am Abend gings dann den Umzug begucken, der nicht sehr beeindruckend, aber eben ein Halloweenumzug war und danach noch gemuetlich in eine Kneipe.
Musikalisches:
Ich habe ja einen Musiker als Mitbewohner und da habe ich es neulich tatsaechlich geschafft, mit Pier-Luc noch zu einem Konzert zu gehen (das Konzert lag gerade in der Zeit unseres Mathedidaktikkurses, aber weil's der Wiederholungskurs vor der Klausur war, sind wir zur Halbzeit gegangen und zum Konzert geeilt), wo wir Odile getroffen haben und das alles, um Raph im Chor singen zu hoeren. Er hat uns zwar erst am Ende gesehen, aber es war wirklich schoen! Und dann haben sie auch noch ein deutsches und ein oesterreichisches Weihnachtslied gegen Ende gesungen!!! Kommet ihr Hirten und Ihr Kinderlerin kommet. Ich war ja sehr kurz davor mitzusingen. Das letzte Lied war dann auch tatsaechlich zum Misingen gedacht, ein Kanon. Er hatte nur den kleinen Nachteil, dass ihn niemand kannte und die Melodie nicht in zwei Minuten eingaengig war... man kann ja nicht alles haben. ;-)
Was sonst so geschah:
Es gab weitere sehr lustige Crêpesabende und -nachmittage in meiner kleinen WG mit den Hauptakteuren Odile (zustaendig fuer den Ahornsirup), Raph (dessen Pfanne gute Dienste leistet und der spaetestens zum Essen anwesend ist), Pier-Luc (musste auch den ersten Versuch mit seltsamen Mehr erleiden) und Antje, ansonsten wechselnde Belegschaft... Das hat auch einmal den Feueralarm ausgeloest, den ich zum Glueck mit Marie-Ève schnell wieder ausgeschaltet bekommen habe... wir hatten ein echtes, kleines Feuer auf dem Herd - das weckt die Lebensgeister nachts um 11h und wenn dann noch der Alarm losgeht, nachdem das Feuer geloescht, der Rauch aber noch da ist... na, vielen Dank - die Crêpes aber waren sehr gut!
Das letzte Crêpesereignis war am 6. Dezember anlaesslich des Nikolaustages, der hier nicht gefeiert wird, weswegen mich alle Québécois, die ich fragte, komisch angeschaut haben... es war trotzdem gemuetlich und lecker. ;-)
Ich habe mehr oder minder viel Badminton gespielt, mind. einmal pro Woche, zum Teil bis zu viermal. ;-) Bei einem badmintonbegeisterten Mitbewohner ist das ein Leichtes. Gut, in der letzten Zeit habe ich nicht mehr so viel gespielt, da war dann eher fuer die Klausuren lernen angesagt und am WE war ich ja nun haeufig eh nicht in der Stadt, sondern bei Pier-Luc.
Abschliessendes:
Und damit neigt sich mein tour d'horizon seinem Ende und ich darf mich verabschieden. Ich wuensche frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Pass gut auf Dich auf und lass es Dir gut gehen!!!
Gros Bisous!
Ich gehe jetzt schlafen...
Freitag, 14. Dezember 2007
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